Stellenabbau Fujitsu Technology Solutions will 150 Millionen sparen

Die Computersparte von Fujitsu steht vor einer Restrukturierung. Um das Unternehmen wieder profitabel zu bekommen, müssen Mitarbeiter gehen.

Fujitsu Technology Solutions (FTS) ist hervorgegangen aus dem ehemaligen Joint Venture Fujitsu-Siemens Computers mit Standorten in Paderborn, Augsburg und München. 2009 übernahm Fujitsu alle Anteile von Siemens. Der Wandel im ITK-Markt hat FTS rote Zahlen beschert. Nun hat das Unternehmen einen Strategiewechsel angekündigt.

Dazu soll die Produktvielfalt reduziert werden. Die Aussage dass »die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie die Produktions- und Lieferketten noch nahtloser mit denen der japanischen Muttergesellschaft verzahnt« werden sollen, deutet darauf hin, dass das Angebot konsolidiert wird und in Europa möglicherweise mehr Produkte aus Japan angeboten werden. Allerdings ist das Werk in Augsburg – die einzige Komplett-Fertigung von PCs in Europa – offenbar nicht gefährdet. Fujitsu betrachtet die Nähe des Standorts zu den Kunden in Europa als Wettbewerbsvorteil.

Das Geschäft soll stärker in Richtung Dienstleistungen und »Lösungen« ausgeweitet werden. Ziel der Restrukturierung ist es, pro Jahr 150 Millionen Euro einzusparen. Wie viele Mitarbeiter in Deutschland das den Arbeitsplatz kosten wird, steht noch nicht fest. »Fujitsu Technology Solutions verhandlet derzeit mit Arbeitnehmervertretern über eine Anpassung der Mitarbeiteranzahl«, lässt das Unternehmen verlauten.