EU-Initiative Artemis Fünfjahresplan für Embedded-Forschung in Europa

Neelie Kroes, Vize-Präsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für die digitale Agenda.
Neelie Kroes, Vize-Präsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für die digitale Agenda.

Die Länder Europas stehen vor ähnlichen gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen. Damit nicht jedes Land für sich allein versucht, dieselben Probleme zu lösen, bündelt die Gemeinschaftsinitiative »Artemis« die Forschungsprojekte im Bereich der Embedded-Systeme.

Artemis (Advanced Research & Technology for Embedded Intelligence in Systems) ist ein von der Industrie initiiertes pan-europäisches Forschungsprogramm, das den Wettbewerbsvorsprung europäischer Firmen auf dem Gebiet der Embedded-Systeme sichern und auszubauen soll. Alle fünf Jahre veröffentlicht die Artemis Industry Association, die die Fördergelder im Auftrag der EU-Kommission verwaltet, eine "Strategic Research Agenda". Gefördert werden nur Projekte, die in diese Agenda passen.

Letzte Woche wurde nun die zweite Strategic Research Agenda in Brüssel vorgestellt. EU-Kommissarin Neelie Kroes (Video-Grußwort) bezeichnete Embedded-Systeme als Schlüssel zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen wie z.B. die alternde Bevölkerung, die Unabhängigkeit der Energieversorgung und einen umweltverträglichen Lebensstil. Abgeleitet von diesen Problemen stellt die Artemis Industry Association in der neuen Strategic Research Agenda drei Anwendungsbereiche heraus, auf die ein besonderer – wenn auch nicht ausschließlicher – Schwerpunkt gesetzt werden soll: Gesundheit und Wohlbefinden, umweltschonende und sichere Mobilität, intelligente Gebäude und kommunale Infrastruktur der Zukunft. Da sich die Projekte im vor-wettbewerblichen Bereich abspielen, sollen bei den Projekten Referenz-Designs und -Anwendungen entstehen, die beispielhafte Lösungsansätze zeigen und von der Industrie weiterverwendet werden dürfen. Auch die Etablierung von Standards soll durch die Artemis-Projekte gefördert werden.