Entwicklungstools Finanzspritze für Geensoft

Die französische Geensoft entstand Ende 2009 durch ein Management-Buy-out von Geensys. Der Finanzinvestor Ouest Ventures stellt dem Unternehmen weiteres Kapital zur Verfügung und erwirbt dafür einen 25-Prozent-Anteil.

Das französische Softwarehaus Geensoft ist ein wichtiger Marktteilnehmer im Bereich des Software-Engineerings. Die Geensoft-Produkte werden überwiegend für sicherheitskritische Software in den Bereichen Automotive, Luftfahrt, Schienenverkehr und Medizin eingesetzt. Geensoft ging aus einem Management-Buy-out aus Geensys hervor und umfasst sämtliche Software-Produkte von Geensys. Die verbleibende und noch existierende Geensys betreibt das Dienstleistungs- und Supportgeschäft.

Die Höhe der von Ouest Ventures zur Verfügung gestellten Finanzmittel wurde nicht veröffentlich, da Geensoft keiner Veröffentlichungspflicht unterliegt. Die Mittels werden als »Arbeitskapital« für die internationale Weiterentwicklung der Firma und ihrer Produkten eingesetzt. Mit seinem Investment hält Ouest Ventures einen 25 prozentigen Anteil an Geensoft. Den Hauptanteil von 75 Prozent besitzen das Management von Geensoft und seine Mitarbeiter.

Eines der zentralen Produkte von Geensoft ist Reqtify, ein Framework zur Verwaltung und Nachverfolgung von Anforderungen (Requirements). Die Software-Engine von Reqtify verkauft Geensoft an einige andere Hersteller, die diese unter eigenem Namen als OEM-Produkt weiterverkaufen. So steckt Reqtify in einer ganzen Reihe bekannter Requirements-Tools: in Scade RM von Esterel, NI Requirements Gateway von National Instruments, Tbreq von LDRA, Rhapsody Gateway von IBM, sowie in Produkten von Atego und Mentor Graphics.