Mehrheit geht an Finanzinvestor Emerson trennt sich von Embedded-Computing- und Power-Geschäft

Emerson verkauft 51 Prozent seines Embedded-Computing- und -Power-Geschäfts an den Finanzinvestor Platinum Equity. Die Sparte soll als eigenständige Firma weitergeführt werden.

Für den Verkauf erhält Emerson ungefährt 300 Millionen Dollar in bar, die zum Rückkauf eigener Aktien verwendet werden sollen. Damit soll der Kurs gestützt werden, um einen Ausgleich für die rücklaufigen Ergebnisse des Gesamtkonzerns zu schaffen. Der verkaufte Embedded-Computing- und -Power-Bereich soll als eigenständige Firma weitergeführt werden. Bei »Embedded Power« handelt es sich um Stromversorgungen und Netzteile für Computeranlagen, nicht zu verwechseln mit den Geschäft für unterbrechungsfreie Stromversorgungen, das Emerson behält.

Im Geschäftsbericht von Emerson, der zeitgleich mit der Ankündigung des Verkaufs des Embedded-Geschäftsbereichs veröffentlicht wurde,
heißt es, rückläufige Umsätze im Embedded-Geschäft und eine schlechte Ergebnis- und Wachstumsprognose hätten eine Abschreibung auf den Geschäftswert von ca.500 Mio. Dollar erforderlich gemacht. Die Industriesegmente, die Emerson mit seinen Embedded-Produkten bedient, seinen von einer anhaltenden Schwäche gekennzeichnet, da Investitionen in Infrastruktur und mobile Geräte von Zurückhaltung gekennzeichnet seien.

Gleichzeitig lässt Emerson verlauten, sein Embedded-Bereich seit mit einem Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar in 2012 Marktführer als Ausrüster für Kommunikationsinfrastruktur und Computertechnik in diversen Anwendungsbereichen. »Mit dem Verkauf haben wir einen Weg gefunden, uns aus diesem Geschäft so zurückzuziehen, dass unsere Aktionäre maximalen Nutzen daraus ziehen können,« sagt Emerson Chairman und Chief Executive Officer David N. Farr. Der verkaufte Bereich passe nicht länger in die Geschäftsstrategie und man wolle sich nun stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Die Transaktion soll in den nächsten sechs Monaten abgeschlossen werden. Platinum Equity ist ein Finanzinvestor, der sich auf Aufkäufe und Übernahmen spezialisiert hat und seit seiner Gründung 1995 mehr als 150 solcher Transaktionen abgewickelt hat.