Forschung Drei Schwerpunkte für Embedded-Forschung in Europa

Klaus Grimm, Präsident der Artemis Industry Association, stellt die neue Research Agenda vor.
Klaus Grimm, Präsident der Artemis Industry Association, stellt die neue Research Agenda vor.

Die Artemis Industry Association gibt die Leitlinien für EU-geförderte Forschungsprojekte im Bereich Embedded-Systeme vor. Die aktualisierte Forschungsagenda setzt Schwerpunkte in drei Bereichen, in denen die Technik bei der Lösung der drängendsten gesellschaftlichen Probleme helfen soll.

Aus der Erkenntnis heraus, dass es nicht sinnvoll ist, wenn auf dem Fleckenteppich der europäischen Staaten jeder allein vor sich hin forscht, zwangsläufig vieles doppelt erarbeitet wird und womöglich noch ein innereuropäischer Kampf um die richtigen Standards und Methoden ausbricht, wurde 2004 die »Artemis Joint Technology Initiative« gegründet.

Artemis steht hier für »Advanced Research & Technology for Embedded Intelligence in Systems«. Die Artemis Industry Association (IA) wiederum ist das von der EU-Kommission eingesetzte Gremium, das den verbindlichenRahmen für EU-geförderte Forschungsprojekte vorgibt. Außerdem verwaltet diese Gesellschaft die Fördergelder im Auftrag der Kommission. In der Industry Association kommen Vertreter der Industrie, der Kommis-sion und der Mitgliedsländer zusammen, um Projekte zu bewerten und auszuwählen und um die Vorgaben für die Forschung festzulegen. Letzteres geschieht in Form einer »Strategic Research Agenda«, die 2006 erstmals erschien und jetzt erneuert wurde.

Die Strategic Research Agenda identifiziert wichtige gesellschaftliche Problembereiche, in denen alle Länder Europas in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor großen Herausforderungen
stehen:

  • die alternde Gesellschaft und die Umkehr der Bevölkerungspyramide,
  • die Verknappung der nicht erneuerbaren Energieträger,
  • der Klimawandel,
  • das Bedürfnis nach einer kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität,
  • Safety und Security.