Grafikprozessor Die Ära des Surround Computing

AMD sieht in der kommenden Dekade die Ära des „Surround Computing“ kommen, in der Rechenleistung in fast alle Alltagsgegenstände integriert werden wird.
AMD sieht in der kommenden Dekade die Ära des „Surround Computing“ kommen, in der Rechenleistung in fast alle Alltagsgegenstände integriert werden wird.

AMD sieht in der kommenden Dekade die Ära des "Surround Computing" kommen, in der Rechenleistung in fast alle Alltagsgegenstände integriert werden wird. Weil Grafik dabei eine wichtige Rolle spielen wird, will AMD sich für diese Anforderungen rüsten und bringt einen neuen Grafikbaustein auf den Markt.

„Die letzten zehn bis fünfzehn Jahre waren die Ära des Visual Computing,“ sagt Kamal Khouri, Director für Embedded-Produkte bei AMD und fährt fort: „Die nächsten Jahre werden die Zeit des Surround Computings werden.“ Computer werden uns ständig umgeben, in „wearables“ in der Kleidung integriert, in der Brille, in den Küchengeräten, im TV, ja das ganze Haus wird praktisch zu einem Computer. Die Mensch-Maschine-Interaktion wird viel natürlicher und universeller werden als heute: mit Gesten und Augenzwinkern werden Geräte auf unsere Eingaben reagieren, ja vielleicht sogar durch Gedankensteuerung.

In diesem Szenario wird Grafik weiterhin ein eminent wichtige Rolle spielen und AMD zielt hier insbesondere auf die Märkte Digital Signage, medizinische Bildverarbeitung, Spielautomaten in Casions, Verkaufs- und Geldautomaten sowie Thin clients und trading desks in Firmen. In diesen Märkten werden hohe Anforderungen an die Grafik gestellt. Gleichzeitig sind die Produkte lange Zeit im Einsatz, so dass herkömmliche PC-Grafikkarten nicht geeignet sind. Für diese Märkte stellt AMD mit der Radeon E8860 ein Multi-Chip-Modul vor, das sowohl den Grafikprozessor als auch den Grafikspeicher enthält. „Der Speicher ist der kritische Punkt bei der Lieferbarkeit von Grafikprodukten,“ sagt Khouri, denn bei den Speicherherstellern wird der Grafikspeicher i.d.R. längestens zwei Jahre produziert. AMD gibt für die Radeon E8860 eine Garantie von sieben Jahren Verfügbarkeit und übernimmt die Verantwortung für die Integration von Grafikchip und Speicher auf das Modul. Die Floating-Point-Performance des Moduls ist um ein Drittel höher als die der Vorgängergeneration E6760; die 3D-Leistung soll sich laut AMD sogar verdoppelt haben. Außerdem bringt das neue Modul erstmals für die AMD-Embedded-Produkte die Fähigkeit mit, 4K-Displays anzusteuern.

Neben dem diskreten Multi-Chip-Modul gibt es das Produkt auch als Grafikkarten in MiniPCI-Express- und CompactPCI-Express-Bauform sowie als MXM-Modul (Mobile PCI Express Module). Treiber stellt AMD für alle Windows-Versionen von Windows XP bis Windows 8 sowie für Linux zur Verfügung. Auch für einige Echtzeit-Betriebssysteme soll es Treiberunterstützung geben. Auf dem Stand vom AMD sind Demonstrationen zu sehen, die die Leistungsfähigkeit der neuen Grafikplattform unter Beweis stellen.

AMD auf der embedded world 2014: Halle 1, Stand 138