Embedded Computing Design-Service für ARM-Boards von VIA

Bei VIA kann man kundenspezfische Boards und Systeme entwickeln lassen.
Bei VIA kann man kundenspezfische Boards und Systeme entwickeln lassen.

VIA Technologies, ursprünglich ein reiner x86-Anbieter, hat sein Angebot in den letzten Jahren sukzessive mit ARM-Boards erweitert. Nun gibt es für diese Boards sogar maßgeschneidert nach Kundenwunsch.

Natürlich darf dieser Tage das Internet of Things nicht fehlen. Der neue Service heißt »Custom IoT Plattform Design Service«. Gemeint ist aber die Entwicklung anwendungsspezifischer Systeme und Geräte, die genau auf die Nutzungsanforderungen zugeschnitten sind – ganz gleich, ob mit oder ohne IoT. Der Diestleistung umfasst die Definition des Hardware-Funktionsumfangs, eine Prototypenerstellung, Hardware- und Softwareentwicklung, die Integration von E/A und Funkmodulen sowie das Management der Arbeitsschritte bis zur Übergabe an die Produktion.

Aus den Optionen, die die Startseite für den Design Service nennt, kann man die Freiheitsgrade erkennen, die VIA zulässt: An Boardformaten stehen 3,5 Zoll, PicoITX, QSeven und ein nicht näher spezifiziertes SOM-Modul zur Auswahl. Alternativ ist auch die Eingabe gewünschter Abmessungen möglich. Noch interessanter wird es bei den Prozessoroptionen:

  • Single-Core Cortex-A8 oder Cortex-A9 (800 MHz)
  • Dual-Core Cortex-A9 (1,0 GHz)
  • Quad-Core Cortex-A9 (1,0 oder 1,2 GHz)
  • Quad-Core Cortex-A17 (1,6 GHz)

Wenig überraschend deutet diese Auswahl darauf hin, hier die Prozessoren zum Einsatz kommen, die VIA auch auf seinen Standard-Boards einsetzt:
i.MX537 für die Cortex-A8-Boards
i.MX6 oder einen hauseigenen »Elite E1000« (Dual-Core) für Cortex-A9-Boards
vermutlich einen Rockchip-Prozessor bei den Cortex-A17-Boards.

Der Arbeitsspeicher kann zwischen 1 und 4 GB ausgebaut werden. Als Flash-Speicher stehen eMMC-Module mit 1 bis 16 GB Kapazität zur Auswahl. Für den Display-Anschluss besteht die Wahl zwischen HDMI, VGA, LVDS oder den Verzicht auf ein Display. Ferner gibt es USB-, serielle, GPIO- und Ethernet-Schnittstellen. An Funkmodulen sind WiFi, Bluetooth, Mobilfunk und GPS genannt.

Die Angaben, die der Kunde auf der Website von VIA macht, dürften aber nur ein erster Startpunkt für die Kontaktaufnahme sein, um das gewünschte System grob zu umreißen. Daß VIA auf seinen Standards-Boards z.B. auch CAN-Schnittstellen, Audio oder Power-over-Ethernet integriert, deutet darauf hin, dass auch noch andere Optionen möglich sind.