Programmierbare Bausteine Cypress implantiert Cortex-M0 in PSoC

Die PSoC-Bausteine von Cypress gibt es jetzt auch mit ARM Cortex-M0-Kern.
Die PSoC-Bausteine von Cypress gibt es jetzt auch mit ARM Cortex-M0-Kern.

Die programmierbaren PSoC-Bausteine von Cypress bestehen aus einem festverdrahteten Prozessorkern und einer konfigurierbaren Peripherie. Die neue PSoC-4-Familie erweitert die Auswahl der Prozessorkerne um den Cortex-M0.

Erst PSoC 5, jetzt PSoc 4: Es klingt wie ein Rückschritt, ist aber eine bedeutende Erweiterung der programmierbaren Cypress-Bausteine. Die PSoCs von Cypress sind am ehesten zu Beschreiben als eine Kombination von Mikrocontroller und CPLD. Als feste Mikrocontroller-Kerne gab es bisher Cypress‘ eigene 8-bit-Architektur M8C (PSoC 1), einen 8051 (PSoC 3) oder – seit 2011 – den ARM Cortex-M3 (PSoC 5). Mit der nun erfolgten Ankündigung eine PSoC-4-Familie folgt Cypress dem Trend, dass immer mehr 8-bit-Anwendungen in den 32-bit-Bereich wandern.
Neben dem Mikrocontroller enthalten die PSoC-Bausteine konfigurierbare „Blöcke“, die nach dem Systemstart konfiguriert werden müssen. Die Konfiguration wird in einem Flash-Speicher nichtflüchtig abgelegt. Im Unterschied zu einem FPGA gibt es in den PSoCs Blöcke nicht nur für digitale, sondern auch für analoge Funktionseinheiten. Die digitalen Blöcke können mit Peripheriefunktionen wie UART, SPI oder I2C belegt werden, die analogen Blöcke sind als A/D- und D/A-Wandler, Operationsverstärker, Komparator u.a. konfigurierbar. Die Konfiguration erfolgt im „PSoC Creator“, einem grafischen Entwurfswerkzeug, in dem die Blöcke per Drag-and-Drop zusammengestellt werden.
Ein weitereres Differenzierungsmerkmal der PSoC-Bausteine ist die „CapSense“-Technologie, die in einem Teil der Chips integriert ist. Mit CapSense lassens ich kapazitive Tasten und Slider realisieren, die nur aus einer Leiterbahn bestehen. Zusätzliche Kondensatoren oder andere diskrete Bauelemente sind nicht erforderlich. Die Leiterbahn kann mit einer Folie abgedeckt werden, damit der Nutzer nicht direkt mit der Leiterplatte in Kontakt kommt. Das Scroll-Rad der ersten iPod-Generation von Apple ist z.B. mit CapSense realisiert. Mit der neuen PSoC-4-Familie sollen sich Erkennungsgenauigkeit und Störempfindlichkeit von CapSense deutlich verbessern.
Cypress zielt mit der neuen PSoC-4-Familie auf Geräte mit einfachen LED-anzeigen wie z.B. Temperaturmessgeräte, Zugangskontrollgeräte oder tragbare medizinische Geräte oder auch auf Motorsteuerungen ohne eigenes Benutzerinterface. Für Entwickler gibt es Eval Kits, die sich preislich zwischen 25 und 200 Dollar bewegen. Noch im zweiten Quartal 2013 sollen die ersten Bausteine auf den Markt kommen.