Entwicklungs-Tools Blick ins System

Immer schwierigere Entwicklung mit den SoC.

Die Debug-Schnittstellen schneller und die Tools leistungsfähiger. Zur embedded world hat PLS seine Entwicklungswerkzeuge aktualisiert.

PLS stellt die neue Version 4.8 seiner Universal Debug Engine (UDE) vor. Für die Verbindung zur Hardware arbeitet das Entwicklungs-Tool mit dem Adapter Universal Access Device 3+ zusammen, das besonders breitbandige Trace-Schnittstellen wie das Aurora-Interface nutzt. So können bei High-End-SoCs heutzutage ohne weiteres bis zu vier Gigabyte Trace-Daten aufgezeichnet werden. Die weiterentwickelte Trace-Analyse der UDE 4.8 erlaubt es Entwicklern nun, diese enormen Trace-Datenmengen noch schneller zu durchsuchen. Eine „Find All“-Funktion der UDE 4.8 liefert in einem Suchdurchlauf über alle Trace-Daten nicht nur Einzelereignisse wie z.B. Einsprünge in Funktionen oder Zugriffe auf bestimmte Speicherstellen, sondern auch ganze Ereignissequenzen. Präsentiert werden die Suchergebnisse in Form von Bookmarks, zwischen denen komfortabel navigiert werden kann.
Für die effizientere Untersuchung des Laufzeitverhaltens wurde die UDE 4.8 außerdem um eine umfangreiche Call-Graph-Analyse erweitert. Neben der Darstellung der Aufrufhierarchie von Funktionen liefert sie dem Entwickler gleichzeitig Profiling-Informationen für Optimierungsaufgaben. Einmal gewonnen, werden die Trace-Daten in einer Datenbank gespeichert und können von dort immer wieder neu geladen werden. Da die eigentliche Trace-Analyse wahlweise auch offline erfolgen kann, entfallen die sonst üblichen langen Belegungszeiten beispielsweise eines teuren HiL-Arbeitsplatzes.

Ebenfalls neu ist ein Add-in zur Beurteilung des Laufzeitverhaltens von Echtzeit-Betriebssystemen nach dem OSEK-Standard. Alleine durch die Trace-Beobachtung von Betriebssystemvariablen, wie sie beispielsweise über das OSEK Runtime Interface (ORTI) definiert werden, kann die UDE 4.8 Laufzeitinformationen ohne die sonst notwendige In-strumentierung der Betriebssysteme ermitteln. Eine Exportfunktion für das Best Trace Format (BTF) erleichtert dem Anwender dabei die nachfolgende Auswertung und grafische Aufbereitung der analysierten Daten durch gängige Task-Analyse-Werkzeuge.
Grundlegend überarbeitet wurde bei Version 4.8 der UDE die Dokumentation der COM-basierten Automatisierungsschnittstelle (Component Object Model). Unter anderem trägt sie nun den vielfältig einsetzbaren Skriptsprachen, welche die UDE unterstützt, auch durch Beispiele Rechnung. Das COM-Interface ermöglicht nicht nur die komplette Steuerung der UDE über Skripte und die die Gestaltung automatisierter Testabläufe. Sie dient auch der engen Tool-Kopplung von Werkzeugen Dritter und damit einem effizienten, robusten und schnellen Zugang zum Zielsystem.
Neben der auf das Multicore Debugging zugeschnittenen Oberfläche der UDE 4.8 existiert zusätzlich eine eigene Perspektive für die Eclipse-Entwicklungsumgebung mit der vollen Cross-Debugger-Funktionalität. Die UDE 4.8 unterstützt aktuelle High-End-Multicore-Mikrocontroller wie den Aurix TC39 von Infineon, die RH850-Serie von Renesas und die neuesten Bausteine der SPC58NE-Familie von STMicroelectronics.