Embedded Award 2013 Ausgezeichnete Entwicklungen

Dr. Roland Fleck (links) Geschäftsführer NürnbergMesse  und Professor Matthias Sturm, Fachbeiratsvorsitzender der embedded world (rechts) überreichen Reinhard Keil, Geschäftsführer ARM Deutschland, den Embedded AWARD in der Kategorie Software.
Dr. Roland Fleck (links) Geschäftsführer NürnbergMesse und Professor Matthias Sturm, Fachbeiratsvorsitzender der embedded world (rechts) überreichen Reinhard Keil, Geschäftsführer ARM Deutschland, den Embedded AWARD in der Kategorie Software.

Am 1. Messetag der embedded world 2013 wurde der diesjährige embedded AWARD verliehen. Prämiert wurden herausragende Entwicklungen aus der Embedded-Branche. Eine unabhängige Fachjury nominierte in den drei Kategorien insgesamt neun Unternehmen.

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Der Embedded Award 2013

Die Preisträger des Embedded-Awards der embedded world 2013.

Im Bereich Hardware wurde Enpirion für die Power-IC-Familie EL7001 ausgezeichnet. Dafür entwickelte das Unternehmen eine neue Eisen-Kupfer-Magnetlegierung, mit der sich passive magnetische Komponenten herstellen und auf ICs aufbringen lassen. Die Magnetkomponenten werden mittels der neuen Wafer-Level-Magnetics-Technologie, kurz WLM, als zweidimensionale planare Dünnfilm-Komponenten hergestellt und mit Standard-Wafer-Prozessen auf CMOS-Substrate aufgebracht.

Bei der Software konnte sich ARM mit der IoT (Internet of Things) Rapid Prototyping Platform durchsetzen. In dem Projekt arbeitete das Online-Tools-Team von ARM mit dem Vodafone-Entwicklungsteam zusammen. Die Plattform basiert auf der Online-Tools-Plattform mbed.

In der Kategorie Tools freute sich iSystems über den Award. Ausgezeichnet wurde die Echtzeit-Embedded-Software-Entwicklungs-, Test- und Mess-Plattform iC6000 BlueBox. Damit lassen sich u.a. Software-Tests ohne Instrumentierung des Anwendungscodes, also am realen Produkt, durchführen.

Außerdem wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis vergeben. Der Grund: Das eingereichte Projekt fällt deutlich aus dem Rahmen, ist jedoch hochwertig und verdient viel Beachtung. Die Sonderauszeichnung ging an das Fraunhofer IIS für sein wartungsfreies und energieautarkes, drahtloses Multi-Hop-Sensornetz. In diesem Projekt wurde der selbstorganisierende s-net-Funkprotokoll-Stack mit einer Power-Management-Schaltung verknüpft, welche Energie aus kleinsten Temperaturunterschieden und Vibrationen erzeugt und so das System mit Energie versorgt. Dabei haben die verwendeten Thermogeneratoren einen Wirkungsgrad von bis zu 80 % - gewöhnlich liegt der Wirkungsgrad bei ca. 30 %.