Aegis Software MES für die Smart Factory

Dr.-Ing. Friedrich W. Nolting ist Geschäftsführer  der Firma Aegis Software GmbH in Erlangen.
Dr.-Ing. Friedrich W. Nolting ist Geschäftsführer der Firma Aegis Software GmbH in Erlangen.

MES-Systeme (Manufacturing Execution Systems), basierend auf IIoT- und Industrie-4.0-Konzepten, werden bald schon zur Realität für die Produktionsbetriebe. Damit können dann auch die Geschäftsvorteile durch die Umsetzung der technischen Potentiale in wirtschaftlichen Nutzen umgesetzt werden.

Im Kern wird ein moderner digitalisierter Industriebetrieb an alle seine Betriebsbestandteile – seien es  Maschinen, Menschen, Anlagen und sogar das Material - die Anforderung nach einem gewissen Grad am Intelligenz stellen müssen. Auf der digitalen Kommunikationsebene bedeutet dies, dass die genannten Beteiligten Informationen von allen anderen lesen, speichern, verarbeiten und darauf reagieren können sollten. Darüber hinaus werden digitalisierte Betriebe nahtlos mit ihrer Zulieferkette und den Kunden vernetzt sein.

Es wird eine Kommunikationsstruktur aufgebaut, die es allen Beteiligten/Berechtigten erlaubt in dieser digitalen Umwelt mit den anderen beteiligten Komponenten Informationen auszutauschen und darauf zu reagieren. Grundvoraussetzung für eine derartige Einbeziehung ist die Umsetzung und Bereitstellung der Daten und Informationen in verwertbare Intelligenz, die eine kontinuierliche Verbesserung bei der Effizienz, Flexibilität, Qualität und Rückverfolgbarkeit erlaubt. Der Anwender des neuen digitalen Systems wird in die Lage versetzt komplexeste Produkte und Prozesse allein durch Konfiguration abzubilden.

Durch den Aufbau moderner MES-Systeme auf ein intelligentes Produktmodell wird bereits der Arbeitsvorbereitungsprozess weitgehend automatisiert. Aus einem einheitlichen Software-System heraus können sämtliche Fertigungsaufgaben, seien sie automatisiert oder manuell,  digital vorbereitet werden. Der Vorbereitungsprozess umfasst dabei auch den Wareneingangsprozess, um die Zulieferteile in den gesamten Qualitätssicherungsprozess mit einzubinden. Für alle Prozessschritte wird ein vollständiger digitaler Regelkreis aus Messwerterfassung und Regelgrößen erstellt – vom Wareneingang bis zum Versand der Fertigprodukte.

Dabei müssen die großen Herausforderungen an maximale Flexibilität im Umfeld der Klein- bis Mittelserienfertigung berücksichtigt werden. Auch soll die Lösung durch Mittelstandbetrieb einsetzbar sein und die Bereitstellung eines ganzen Engineering Teams für die genannten Aufgaben nicht erforderlich machen.

    MES versus proprietäre Lösungen

    Der Lösungsansatz des modernen MES-Systems in einer Fabrik erbringt viel mehr, als bisherige und kundenspezifische proprietäre Lösungen bieten:

    • Erstens benötigt diese Lösung keine detaillierte Spezifikation, die ohne Änderungen umgesetzt werden soll. Die Erstellung einer solchen Spezifikation selbst benötigt bereits viel Zeit und Personalressourcen auf Seiten des Produktionsbetriebes. Diese Spezifikation kann auch nur die bekannten Anforderungen an die Lösung zu genau einem Zeitpunkt beinhalten, unabhängig davon, wie detailliert oder komplett die Spezifikation erstellt wurde.
    • Zweitens werden die Anwender des Systems, die das System selbst konfigurieren, eine Wertschöpfung effektiver erbringen. Jeder kann zielgerichtete Analysen mithilfe des MES-Systems durchführen  und auf seiner Plattform anwenden, wobei damit gleichzeitig in die erfolgreiche Umsetzung investiert wird, da der Anwender direkt den Nutzen aus dem System zieht.
    • Drittens zeigt sich ein modernes MES-System genauso anpassungsfähig und dynamisch, wie das gesamte moderne Geschäftsumfeld der Unternehmen, bei denen sich sowohl die Geschäftsmodelle als auch die Kundenanforderungen ständig ändern.
    • Und letztendlich stellt der moderne MES Lösungsansatz geringere Anforderungen an das firmeneigene IT-Team; er macht Programmierungen des Systems überflüssig und erfordert auch keine speziellen Kenntnisse zur Abfrage von Datenbanken vom Anwender.