Elektro-Industrie in Bayern Gute Geschäftslage und viel Optimismus

Stephanie Spinner-König, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle und Mitglied des ZVEI-Vorstands
Stephanie Spinner-König, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle und Mitglied des ZVEI-Vorstands

In Bayern hat die Elektro-Industrie 2016 über 61 Milliarden Euro erlöst, und für 2017 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Für die deutsche Elektro-Industrie insgesamt prognostiziert der ZVEI ein Produktionswachstum von 1,5 Prozent und einen Umsatzanstieg auf rund 182 Milliarden Euro.

Nach einer ZVEI-internen Blitzumfrage unter den Vorstandsmitgliedern der ZVEI-Landesstelle Bayern, beurteilten vier von fünf der Befragten ihre Geschäftslage als gut. »Dieser Optimismus darf uns aber nicht dazu verleiten, die Geschäftsentwicklung der Elektro-Industrie als gegeben anzusehen«, sagte Stephanie Spinner-König, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle und Mitglied des ZVEI-Vorstands.

»Wir stehen in einem harten Wettbewerb und vor großen Herausforderungen, zum Beispiel der Verwirklichung von Industrie 4.0.« Auch die weltwirtschaftliche Gemengelage sei volatil und verlange von den Firmen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft. »Im Rahmen einer Vorstandssitzung haben wir die konjunkturelle Entwicklung sehr ausführlich diskutiert und waren uns einig, dass die weltweiten Unsicherheitsfaktoren zunehmen«, so Spinner-König.  

»Im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Fertigung sind wir momentan führend und müssen diese Spitzenposition durch gezielte Förderung von Forschungskooperationen und Netzwerken ausbauen«, fordert Spinner-König. Die Hannover Messe in wenigen Tagen werde zeigen, dass die deutsche Industrie aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit in der Lage ist, Leitanbieter für die entsprechende Technik zu werden.