Alternative Materialien Dauermagnete ohne Dysprosium

Dysprosium gehört zu den Seltenen Erden und ist für kompakte Neodym-Eisen-Bor-Magnete unverzichtbar, wie sie etwa für Elektromotoren benötigt werden. Vacuumschmelze hat nun ein neues Material entwickelt, das ohne Dysprosium auskommt und somit günstiger ist.

Neodym-Eisen-Bor-Permanentmagnete  kommen aufgrund ihrer hohen Energiedichte in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz, in denen das Platzangebot beschränkt ist. So zum Beispiel in Elektromotoren oder Generatoren für Windkraftanlagen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Magnete ist Dysprosium. Dysprosium wird den Magnetlegierungen beigemischt, um deren Temperaturbeständigkeit auf bis zu 200 °C zu erhöhen. Allerdings gehört Dysprosium zu jenen Metallen der Seltenen Erden, die momentan nur in China gefördert und auch dort dringend benötigt werden. Das Angebot ist also denkbar knapp und das Dysprosium somit recht teuer.

Die Vacuumschmelze GmbH hat jetzt zwei neue Neodym-Eisen-Bor-Legierungen entwickelt, die ganz ohne Dysprosium auskommen. Außerdem konnte das Unternehmen den Anteil des noch teureren Terbiums senken, einer weiteren Seltenen Erde, welche ebenfalls die Temperaturbeständigkeit erhöht. Die fehlenden Dysprosium- und Terbium-Anteile wurden durch bisher schon verwendete Bestandteile ersetzt. Damit sinkt der Preis solcher Neodym-Eisen-Bor-Magnete um bis zu 20 Prozent allerdings geht der Wert für die maximale Temperatur etwas auf 140 °C zurück.

Damit erweisen sich Magnete aus diesem Material als Alternative für Anwendungen, die in diesem Temperatur-Rahmen liegen. Die Koerzitivfeldstärke der beiden neuen Legierungen Vacodym 238 und 245 erreicht 1270 bzw. 1430 kA/m.