High Q Electronic Service GmbH Dampfphasen- anstelle von Wellenlöten

Die High Q Electronic Service GmbH ist Technologiepartner für die Elektronikproduktion im Herzen von München.
Die High Q Electronic Service GmbH ist Technologiepartner für die Elektronikproduktion im Herzen von München.

Der EMS-Dienstleister startete vor knapp drei Jahren den Umbau seiner Lötprozesse und investierte in ein Dampfphasensystem. Bis zu diesem Zeitpunkt fokussierte sich High Q auf das Reflowlöten. Anton Hacklinger, geschäftsführender Gesellschafter, zieht eine positive Bilanz.

High Q ist als Zulieferer für viele unterschiedliche Industriezweige tätig. Dabei werden häufig auch hohe Bauteile verarbeitet, zum Teil auf eng bestückten Leiterplatten. »Gerade für diese Anwendungen suchten wir ein Lösung, da wir häufig beim Reflow-Löten mit Temperaturschatten und einer nicht gleichmäßigen Temperaturverteilung auf die Leiterplatte zu kämpfen hatten«, berichtet Hacklinger. Auf Grund der physikalischen Gesetzmäßigkeiten ergeben sich in der Dampfphase stabile Temperaturverhältnisse. Geometrische Gegebenheiten, Bestückungsdichte und die Form der Bauteile müssen für den Lötprozess nicht berücksichtigt werden. Eine Überhitzung der Leiterplatte ist ebenfalls ausgeschlossen. »Für unsere Kunden ist es wichtig, dass wir einen reproduzierbaren Lötprozess garantieren können, egal welche Bauteile wo verbaut werden«, erklärt Hacklinger.

Ein weiterer Grund, der die Entscheidung für die Dampfphase beeinflusste, war die komplexen Einstellungen bei der Erstellung des Lötprofils beim Reflow-Löten. »Gerade bei häufigen Produktwechseln und vielen erstmaligen Prototypenbestückungen war dies ein erheblicher Zeitfaktor, da unser Reflow-Ofen zugegebenermaßen älterer Bauart war. Den Zeitverlust wollten wir minimieren«, erinnert sich Hacklinger. Die VP1000-66 ist mit einer bedienfreundlichen Software ausgestattet, die eine stabilen und schnelle Prozesseinrichtung ermöglicht. So können die Temperaturverläufe in der Vorwärmphase detailliert eingestellt werden. Alle weiteren Prozessparameter können auf das Produkt abgestimmt und ebenfalls gespeichert werden. Abgeschlossene Lötprozesse werden automatisch erkannt.

»Grundsätzlich laufen über 90% unserer SMD-Aufträge final über die Dampfphase. Die Anlage hat sich voll durchgesetzt. Nacharbeiten, die auf Grund des Reflow-Prozesses entstanden waren, gehören der Vergangenheit an. Ich kann festhalten, dass die Dampfphase zur Reduzierung der Produktionskosten und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit beigetragen hat«,  schließt Hacklinger ab.