Vereinfachtes Prototyping Chemiefreie Durchkontaktierung

Einsatz von ProConduct bringt mehr Sicherheit.
Automobilelektronik-Applikationen sind ein wichtiges Einsatzfeld für das ProConduct-System

Das SolarCar-Projekt der Hochschule Bochum setzt bei Leiterplatten-Prototypen auf eine Kompetenz von LPKF: In Modulen des Solarautos SunCruiser kommt ProConduct zum Einsatz – ein schnelles und einfaches System zur chemiefreien Durchkontaktierung.

Bereits seit 1999 entwickeln Studierende der Hochschule Bochum erfolgreich Solarfahrzeuge. In den SolarCar-Projekten entstehen emissionsfreie Autos, die ihre Antriebsenergie direkt und vollständig aus regenerativer Sonnenenergie beziehen. Initialzündung für das Vorhaben war eine ursprünglich als gemeinsames Lehrforschungsprojekt gestartete Zusammenarbeit mit der Partnerhochschule London South Bank University (LSBU), die bis 2005 andauerte. Anschließend setzte die Hochschule Bochum SolarCar als eigenständiges Problem-Based-Learning-Lehrforschungsprojekt (PBL) fort und hat seitdem zahlreiche Solarfahrzeuge hervorgebracht.

Know-how für die Automobilbranche

Das Bochumer Projekt richtet sich an Studierende ab dem dritten Semester, u.a. der Fachbereiche Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik, Informatik, Geo-Informatik und Wirtschaft. Das Team besteht insgesamt aus ca. 30 Mitgliedern und wird jedes Jahr neu zusammengestellt.

Die besondere Idee dahinter ist der Wissenstransfer, um stets auf den Erfahrungen aus über 15 Jahren Solarauto-Entwicklung aufzubauen. Die Studierenden übernehmen sämtliche Aufgaben, entwickeln, designen, konstruieren das Solarauto und kümmern sich um Projektmanagement, Marketing und Logistik. Dabei ist das Projekt in Fachteams – z.B. Mechanik, Elektronik, Motor, Strategie und Organisation – unterteilt.

So befasst sich die Elektronik-Gruppe mit den elektrischen bzw. elektronischen Komponenten, die im Fahrzeug verbaut werden. „Unser übergreifendes Ziel ist die Ausbildung von Ingenieuren, die umfassendes Know-how, u.a. über Energieeffizienz, zum Bau von Elektrofahrzeugen in die Automobilbranche einbringen“, sagt Dipl.-Ing. Stefan Spychalski, Pressechef des SolarCar-Projekts der Hochschule Bochum. „Etliche unserer Team-Mitglieder haben sich mit Unternehmen im Bereich der Elektromobilität selbstständig gemacht.“

Seit der Gründung hat das SolarCar-Projekt sieben Solar-Leichtbau-Elektrofahrzeuge entwickelt und gefertigt. Jedes Modell funktioniert dabei absolut energieautark. Das heißt, es erfolgt keinerlei Stromeinspeisung oder zusätzliche Verbrennung fossiler Stoffe. Das Vorzeige-Projekt hat internationales Renommee erlangt und gilt als die einzige Solarwagen-Manufaktur Deutschlands. Derzeit gibt es kein anderes Solarauto „engineered and made in Germany“. Das Engineering der Bochumer Solarautos erfolgt auf neuestem Entwicklungs- und Forschungsstand.

Alltagstaugliche Konzeption

Befassten sich die frühen Modelle der Bochumer Solarwagen-Manufaktur eher mit der Geschwindigkeit, konzentrieren sich die neueren Entwicklungen wie SunCruiser oder SunRiser auf die Alltagstauglichkeit. Wichtige Kriterien sind hier z.B. Pkw-ähnliche Abmessungen, herkömmliche Einstiege, eine selbsttragende Karosserie und ein Kofferraum. Der Bochumer Anspruch, einen Solarwagen alltagstauglich zu konzipieren, führte bei der World Solar Challenge sogar zur Einrichtung einer eigenen Wettkampfklasse. In dieser sind u.a. vier Räder, Sitze für zwei Personen in Fahrtrichtung sowie ein 63-kg-Lithium-Ionen-Akku die Minimalanforderungen.

Ob Geschwindigkeit oder Alltagstauglichkeit – bei allen bisherigen Solarautos profitierte das SolarCar-Projekt von Sponsoren. Im Zentralen Elektronik-Labor (ZEL) der Hochschule Bochum setzen Studierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik bereits einen LPKF-Fräsbohrplotter ProtoMat S63 ein, der sich sehr gut bewährt. Seit einer Anfrage Ende 2012 unterstützt die LPKF Laser & Electronics AG die Bochumer mit kostenlosen Werkzeugen und Verbrauchsmaterial, z.B. Sinterplatten für den Vakuumtisch oder mit Systemen zur Durchkontaktierung wie etwa ProConduct.