Elmeric GmbH Auf PET anstelle von Kapton löten

Die Elmeric-Gründer (v.l.n.r.): Dr. Ingmar Petersen, Werner Fink  und Michael Wendler
Die Elmeric-Gründer (v.l.n.r.): Dr. Ingmar Petersen, Werner Fink und Michael Wendler

Elmeric hat ein Lötverfahren entwickelt, das auf dem kostengünstigen Kunststoff PET zum Einsatz kommt. Das Verfahren ermöglicht leichte, dünne und flexible Schaltungsträger, die sich mit SMD-Bauteilen bestücken lassen.

Die Firma Elmeric ist in der Lage, auf dem Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat) zu löten. Vorteil: Der weitverbreitete Kunststoff PET gilt als preisgünstige Alternative zum kostenintensiven Kapton.

So funktioniert das Verfahren: Das Leiterbild wird im Siebdruckverfahren auf den Kunststoff aufgebracht. Im additiven Prozess lassen sich auch weitverzweigte Leiterzüge drucken. Eine spezielle Formulierung und der Aufbau des Schaltungsträgers ermöglichen das Benetzen der Lötstellen mit Lot. Die Kunststoff-Leiterplatte lässt sich weiter verarbeiten, wie es in der konventionellen Baugruppenfertigung üblich ist – mit SM-Bauteilen bestücken und in einem Reflow-Prozess löten. Voraussetzung ist ein Lot mit niedrigem Schmelzpunkt.

Denkbares Einsatzgebiet sind große Leiterplattenformate für Flexleiter oder Hybridaufbauten aus gedruckter und konventioneller Elektronik. Und nicht nur einseitige Schaltungsträger sind mit dem ELMERIC-Verfahren möglich, sondern auch ein mehrlagiger Leiterplattenaufbau.

Kernkompetenz der Elmeric GmbH ist die Kombination von Elektronik und Drucktechnik, in dem man Druckprozesse in die konventionelle Elektronikfertigung integriert. Die innovativen Schwaben entwickeln für namhafte Unternehmen Fertigungsprozesse für gedruckte Energiespeicher, gedruckte Antennensysteme oder kapazitive Bedienelemente.

Ein Beispiel für die Kombination von Design und Funktion ist der 3D-Touch-Slider. Dieser neuartige Schalter wurde auf der Fachmesse für gedruckte und organische Elektronik LOPEC 2015 als "bester Prototyp und neues Produkt" ausgezeichnet.