Im Gespräch mit Dr. Steffen, Rittal »Vernetzte Produktions-Standorte« in Deutschland

Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Rittal
Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Rittal

Dr. Thomas Steffen, der als Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal tätig ist, unterstreicht im Gespräch mit der Elektronik-Redaktion, wie wichtig der Standort Deutschland für sein Unternehmen ist. Vernetzte Produktionslinien spielen dabei eine große Rolle.

Das Kalenderjahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Wenn Sie jetzt schon eine abschließende Bewertung machen müssten, welches Fazit würden Sie wirtschaftlich für den von Ihnen zu verantwortenden Bereich bzw. für Ihr Unternehmen ziehen?

Dr. Thomas Steffen: Das Jahr 2017 ist ein gutes Jahr für Rittal! Wir konnten uns in allen Märkten positiv entwickeln – in Deutschland, Europa und dem US-amerikanischen Markt. Hervorzuheben ist der asiatische Markt. Ausgezeichnet war für uns vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in China.

Welche technischen Produkte waren aus ihrer Sicht die wichtigsten, die ihr Firmenbereich bzw. ihr Unternehmen in diesem Jahr auf den Markt brachte?

Dr. Steffen: In 2017 haben wir wichtige Weiterentwicklungen in der Schaltschrank-Klimatisierung und Maschinenkühlung vorgestellt. Wir bieten unsere energieeffiziente Kühlgeräte-Serie Blue e+ neben der Leistungsklasse von bisher 2 bis 6 kW nun auch in der 1,6-kW-Leistungsklasse an. Zudem haben wir mit der Blue-e+-Technologie, mit der sich durchschnittlich 70 Prozent Energie einsparen lässt, erstmals auch unsere neuen Industrie-Chiller präsentiert. Die neuen Geräte sind mit DC-Inverter- und Microchannel-Technologie ausgestattet und verfügen über einen Leistungsbereich von 2,5 bis 6 kW. Damit Industrie 4-0-Anwendungen wie Predictive Maintenance und Data Analytics möglich sind, haben wir auch ein IoT-Interface entwickelt. Das Modul sorgt für die intelligente Vernetzung von Blue-e+-Kühlgeräten und Blue-e+-Chillern mit kundeneigenen Monitoring-, Energiemanagement- und/oder übergeordneten Systemen via OPC-UA, Profinet, SNMP, Modbus TCP und CANopen.