Kabelkonfektionen So flexibel wie möglich, so automatisiert wie nötig

Welchen Wert hat das höchstentwickelte, innovativste Gerät ohne die geeignete Verbindung mit seiner Umwelt. Kabelkonfektionen schaffen diese Verbindungen und sind daher so wichtig wie das Gerät selbst. Oft wird jedoch das Gerät zunächst fertig entwickelt und erst dann wird definiert, wie es mit der Umwelt zusammenarbeiten soll. Das bedeutet wiederum, dass Kabelkonfektionen kurzfristig realisiert und oft sehr speziell an Kundenwünsche angepasst werden müssen.

Die Hauptanforderungen an Kabelkonfektionen sind Datenübertragung und/oder Energieversorgung. Dennoch gibt es eine Vielzahl weiterer Kriterien, die über die Auswahl der erforderlichen Komponenten mit entscheiden:

  • Funktion: Energieversorgung, Datenübertragung oder beides
  • Umweltbedingungen: Temperaturen, mechanische Belastungen, Bewegungen und Vibrationen, magnetische oder elektrische Felder. Flüssigkeiten und Gefahrenstoffe usw.
  • Physikalische Daten: Spannungen, Ströme, Frequenzen bzw. Datenübertragungsraten
  • Applikation
  • Stückzahlen

Rund oder flach - das ist die Frage!

Bei Applikationen, basierend auf Kupferkabeln, kommen im Wesentlichen zwei Technologien zum Einsatz: Flachband- oder Rundkabel. Erstere sind meist nur bedingt mechanisch belastbar und vorwiegend für den Einsatz innerhalb eines Gerätes konzipiert. Dort sind über den gesamten Produktlebenszyklus annähernd die gleichen Bedingungen zu erwarten. Mechanische Belastungen reduzieren sich auf ein Minimum oder bleiben komplett aus. Rücksicht muss hier vor allem auf die Temperatur genommen werden.

Für besondere Anwendungen - z.B. bei Forderung nach hohen Biegezyklen - kann jedoch auch auf spezielle Flachbandleitungen zurückgegriffen werden. Außerdem sind Kabelkonfektionen mit Flachbandleitungen wegen des hohen Automatisierungsgrades und der meist hohen Stückzahlen vergleichsweise günstig realisierbar.

Das Haupteinsatzgebiet von Rundkabeln ist die Verbindung verschiedener Geräte untereinander oder mit Netzwerken bzw. der Stromversorgung. Das Produktspektrum reicht hier von beidseitig belegten Einzelkabeln bis hin zu weit verzweigten Kabelbäumen mit mehreren hundert Steckverbindern. Natürlich gibt es hier ebenfalls Bereiche mit nur sehr geringen Anforderungen, z.B. im Inneren von Kabelkanälen.

Häufig sind es jedoch sehr spezielle Systeme, die in einer rauen Industrieumgebung dauerhaft und zuverlässig Signalübertragungen, Stromversorgung oder Beides gewährleisten müssen. Die Entwicklung und Definition der Kabelkonfektion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Projektsoftware steuert die Entwicklungsabläufe

Für die optimale Steuerung des Entwicklungsprozesses für Kabelkonfektionen nutzt Yamaichi Electronics eine spezielle Projektsoftware. Dadurch sind Engineering, Fertigung, Einkauf, Sales und Produktmanagement von Beginn an fest in das Projekt eingebunden.

Folgende Projektschritte werden nacheinander abgearbeitet:

  • Definition der technischen Spezifikationen
  • Was ist die Problemstellung des Kunden?
  • Genaue Definition der Anforderungen
  • Welche Lösungsmöglichkeiten und Alternativen gibt es? 

Des weiteren übernimmt die Software auch die Angebotseinholung und Kalkulation inklusive Zeichnungserstellung und Design. Hierin eingeschlossen sind auch Prozessschritte wie:

  • Kalkulation des Materialeinsatzes
  • Kalkulation der Arbeitspreise
  • Angebotserstellung inkl. des angestrebten Zeitrahmens
  • Zeichnungserstellung und anschließende Zeichnungsfreigabe
  • Eventuell auch die Neuentwicklung von Steckverbindungssystemen