Cat.6A-Steckverbinder Push-Pull, M12 und RJ45 stehen zur Auswahl

Bild 1. Cat.6A-RJ45-Plug und –Jack-Ausführungen der Serie Y-Con Profix
Bild 1. Cat.6A-RJ45-Plug und –Jack-Ausführungen der Serie Y-Con Profix

Aktuell ist in den meisten Applikationen mit Steckverbinder-Beteiligung eine Übertragungsqualität nach Cat.5 bzw. Cat.5a ausreichend. Doch wird in der Automatisierungstechnik bereits die nächste Entwicklungsstufe diskutiert. Im Fokus steht dabei die Cat.6- bis Cat.7a-Übertragung, die Übertragungsraten bis 10 GBit/s, bei einer Bandbreite von 250 bis 1000 MHz, möglich macht.

Durch die zunehmende Vernetzung in der Produktion – Stichwort Industrie 4.0 – wird der Datentransfer in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Auch werden intelligente Monitoring-Prozesse in Zukunft dazu beitragen, die Produktionsabläufe in Echtzeit zu steuern bzw. zu optimieren. Das wird auch einen Einfluss auf die zur Anwendung kommenden Industrie-Steckverbinder und deren Datenübertragungsraten haben.

Cat.6A bezeichnet Komponenten

Der Standard Kategorie 6A (augmented) bzw. Cat.6A gemäß der internationalen Norm ISO/IEC 11801 wurde aufgrund des erhöhten Bandbreitenbedarfs von 10-Gigabit-Ethernet (10G-Base-T) geschaffen. Damit werden Übertragungsfrequenzen bis 500 MHz auf Strecken bis 100 m möglich.Die Abwärtskompatibiltät zu bestehenden Kategorien ist dabei gewährleistet. Cat.6A stellt hohe Anforderungen an die Vermeidung von Nebensignaleffekten und Rauschen. Mit Cat.6A (mit tiefgestelltem A) wird eine Komponente bezeichnet. Die Bezeichnung Cat.6A (mit großem A) hingegen meint sowohl Komponente als auch Übertragungsstrecke bzw. Channel.

Anwendungsbeispiele für Cat.6A-Komponenten

Bislang sind es nur eine Handvoll an Applikationen in der Automatisierung, die derart hohe Anforderungen an die Übertragungsqualität benötigen. Dazu gehören Anwendungen wie Fast Uplinks in Datennetzen (LAN), vernetzte Control-Systeme für Echtzeitapplikationen, optische Inspektionssysteme sowie Kamera-Überwachungssysteme. Auch in der Mess- und Prüftechnik, in Videokameras und bestimmten Medizintechnikgeräten finden sich Anwendungen.

High-Speed-Steckverbindungen, welche die Cat.6A-Anforderungen erfüllen, gibt es von verschiedenen Herstellern; so auch von Yamaichi Electronics, das bereits drei seiner Steckverbinderserien diesem Standard angepasst hat: RJ45 für industrielle Anwendungen, Push-Pull-Rundsteckverbider und M12-Rundsteckverbinder.

RJ45 für industrielle Applikationen

Die RJ45-Technik hat sich im Bereich der Cat.6A-Übertragung längst bewährt; demzufolge hat auch Yamaichi schon vor einigen Jahren geeignete RJ45 Plug- und Jack-Systeme in Cat.6A-Ausführung in dem Markt eingeführt. Hierzu gehören auch feldkonfektionierbare RJ45-Steckverbinder, die sich vor Ort ohne Werkzeug schnell konfektionieren lassen und dabei den Übertragungseigenschaften nach Cat.6A entsprechen.

Die Schwierigkeit bestand in der Vergangenheit eher darin, den industriellen RJ45-Stecker so abzudichten, dass er sich auch im rauen Industrieumfeld und unter Vibrationen zuverlässig einsetzen lässt. Bei den Ausführungen dieses Steckverbinderspezialisten erreicht das Schutzgehäuse in Kombination mit dem Flansch an der Geräte- bzw. Jack-Seite zuverlässigen Schutz, der je nach Ausführung maximal Schutzklasse IP69K (Hochdruckreiniger) erreicht.

Der RJ45-Steckverbinder der Category 6A zählt zur Baureihe Y-Con RJ45 und trägt die Bezeichnung Y-ConProfix-Plug bzw. –Jack (Bild 1). Der Y-ConProfix-Plug erreicht unter den handelsüblichen Steckverbindern die kleinsten Abmessungen und passt selbstredend in die Cat.6A-Steckbuchse Y-ConJack-6*. Der Plug passt zudem auch in alle anderen handelsüblichen RJ45-Jack Steckbuchsen.