Standardisierte Verbindungstechnik Normung als Gemeinschaftsaufgabe

Han steht für Harting-Norm, hier Han-B-Gehäuse mit Kontakteinsätzen der Reihe Han-Modular zur Übertragung von Leistung, Daten und Signalen
Han steht für Harting-Norm, hier für ein Han-B-Gehäuse mit Kontakteinsätzen der Reihe Han-Modular zur Übertragung von Leistung, Daten und Signalen

Normen vereinfachen das tägliche Leben der Gesellschaft. Das ist inzwischen so selbstverständlich geworden, unser Leben ist so stark von Normen beeinflusst, dass wir es kaum noch wahrnehmen. Ein Großteil aller technischen Errungenschaften wäre ohne Normen nicht möglich gewesen.

Die Allgegenwart von Normen ist so übermächtig, dass uns nicht genormte Dinge richtig auffallen. Beispielsweise die Haushaltssteckdose: Viele, die einmal im Ausland gewesen sind, sahen sich mit ihrem mitgenommenen Elektrogerät unvermittelt einer inkompatiblen Steckdose gegenüber.

Wenn Normen Kompliziertes einfach machen, dann werden sie von der Mehrheit der internationalen Gesellschaft anerkannt. Und dann gilt für die Produktion  der genormten Produkte das Gesetz der großen Zahlen: Sie können zum Nutzen aller kostengünstig hergestellt werden. Damit dieses gelingt bedarf es ausgewiesenen Expertenwissens. Wissen, das den Anwenderbedarf und die Herstellungsverfahren der Produkte kombiniert. Nur dann können Normen ihre Wirkung für die Gesellschaft entwickeln. Somit sind die Produkthersteller in der Pflicht, Experten für die Normung bereitzustellen und das notwendige Know-how einzubringen. Harting stellt sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung: Mehr als 30 Mitarbeitende der Harting Technologiegruppe sind in verschiedenen Funktionen der Normung aktiv.

Zur Erarbeitung von Normen stellen nationale und internationale Organisationen die notwendige Infrastruktur zur Verfügung. Wichtiges Element dieser Organisationen ist die Sicherstellung der Neutralität und das vorbehaltlose Einbeziehen aller interessierten Kreise. In Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung, DIN  e. V., die von allen Beteiligten akzeptierte und durch Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland bestimmte, offizielle nationale Normungsorganisation. Ziel ist das Erarbeiten von Normen zum Nutzen der Allgemeinheit. Dabei ist ausdrücklich das Einbeziehen aller interessierten Kreise in die Normungsarbeit vereinbart. Unternehmensvertreter treffen hier Wettbewerber, Kunden und Zulieferer oder auch Prüfinstitute, Behörden und Universitäten.

International sind es IEC und ISO, die sich aus allen nationalen Normungsorganisationen wie DIN weltweit zusammensetzen. Während national die Interessen aus den unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zusammentreffen, sind es bei IEC und ISO die unterschiedlichen Länder. So ist sichergestellt, dass Normungsarbeit auch international alle Interessen berücksichtigt.

Die als Experten in die Normung entsandten Harting Mitarbeitenden streiten so mit allen anderen Interessensvertretern um die beste Lösung, national oder international. Diese Tätigkeit ist vergleichbar mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen. Diejenigen, die diese Aufgaben übernehmen haben direkt persönlich keinen Nutzen davon. Aber ohne sie wäre ein wesentlicher Teil unseres gesellschaftlichen Lebens nicht möglich. Eine besondere Bedeutung haben dabei führende Funktionen in diesen Organisationen. Vorsitzende von Normungskomitees sind verantwortlich für das Management des Komitees und per Regularien verpflichtet uneigennützig, unabhängig von nationalen oder Unternehmensinteressen zu agieren. Harting hat insgesamt fünf Mitarbeitende mit der Wahrnehmung derartiger Aufgaben beauftragt. Damit trägt Harting in erheblichem Maße dazu bei, Technologien für Menschen verfügbar zu machen.