Steckverbinder für Energiespeicher Modularer Aufbau vereinfacht die Montage

Modulare Lösungen sorgen für Flexibilität

Kern der für Batteriespeicher entwickelten Verbindungslösung ist der Han Docking Frame in Verbindung mit der Steckerserie Han-Modular. Der Andockrahmen sorgt für die Einschubkontaktierung der Speichereinheiten, während die Verbindungselemente Leistungsübertragung und Datenaustausch gewährleisten.

Eine Stromversorgung auf Basis regenerativer Energien benötigt elektrische Speicherkapazität, um Spannungsschwankungen im Netz aufgrund der fluktuierenden Erzeugung aus Sonne und Wind auszugleichen. Stromspeichersysteme erhöhen also die Flexibilität: Sie nehmen Überschüsse auf der Erzeugungsseite ab und auf der Lastseite tragen sie dazu bei, kurzfristige Nachfragespitzen sicher abzudecken. So wird ein höherer Nutzungsgrad der (dezentralen) Erzeugungsanlagen erreicht und die Zuverlässigkeit des Netzes gesteigert.

Die Speichersysteme sind über eine leistungsfähige Kommunikations-Infra­struktur ins intelligente Netz­management („Smart Grid“) mit eingebunden. Sie sind modular aufgebaut, damit sie

  • sich flexibel an unterschiedliche Erzeugungskapazitäten anpassen und
  • redundant aufgebaut werden können. So lassen sich bei Ausfällen einzelne Module austauschen, ohne den Betrieb des Gesamtsystems zu unterbrechen.

Leistungsfähige Speichersysteme bestehen in der Regel aus mehreren Speicherschränken (Bild 1), die modular zu Containern angeordnet sind und im Innern schubladenförmige Speicher­einheiten enthalten. Steckverbinder der Firma Harting können ergänzend dazu die nötigen Schnittstellen für den modularen Aufbau liefern: Sie lassen sich einfach konfektionieren und erleichtern den Service.

Andockrahmen plus ­Verbindungselemente

Kern der Lösung ist der Han Docking Frame in Verbindung mit der modularen Steckverbinderserie Han-Modular. Der Andockrahmen sorgt für eine zuverlässige und prozesssichere Einschubkontaktierung der Speichereinheiten. Beispielhaft ist ein Angebot des Herstellers Rittal. Die Schubladen der Speicherschränke sind mit zwei Han-200-A-Modulen für die Leistungsübertragung ausgestattet, ergänzt um zwei Han-Megabit-Module für den Datenaustausch (Bild 2). Der Han Docking Frame lagert schwimmend zwischen Schublade und Leistungsschiene. Er bietet genügend Spiel (Tolerance Compensation), damit sich die Stifte an den Schubladen zielsicher und reibungslos auf die Buchsen des Han-200-A-Moduls stecken lassen (Guided Insertion). Die Buchsen werden direkt auf die Leistungsschiene an der Schrankrückwand aufgeschraubt, was den Verkabelungsaufwand für den Speicherschrank verringert (Bild 3).

Der Han Docking Frame eignet sich sogar als Standard für Energiespeichersysteme. Neben dem Hochstrommodul stehen aus dem Programm Han-Modular 50 weitere passende Schnittstellen zur Verfügung. Den Andockrahmen gibt es in Versionen mit Platz für zwei bis sechs Module. Je nach Anforderung lassen sich die Module, gefasst in einen Han-Modular-Gelenk­rahmen, ins Schubladensystem des Speichers integrieren. Zum modularen Programm zählen Leistungsmodule bis 200 A, hochpolige Signalmodule, alle bekannten Ethernet-Schnittstellen sowie weitere robuste Kommunikationsschnittstellen.

Aufgrund ihrer Modularität sind Batteriespeichersysteme gut skalierbar. Eine Verwendung des Han Docking Frame erhöht die Standardisierung des Batteriespeicherschrankbaus. Vorkonfektionierte Speichermodule lassen sich rasch zu Speicherschränken zusammenbauen, der Verdrahtungsaufwand entfällt.