Lapp-Gruppe Moderates Wachstum von 1,5 Prozent erzielt

Gekennzeichnet von den unterschiedlichen Entwicklungen auf den Weltmärken und den Unsicherheiten in der Euro-Zone hat die Stuttgarter Lapp Gruppe ihr Geschäftsjahr 2011/2012 (1. Oktober bis 30. September) mit einem moderaten Wachstum von 1,5 Prozent abgeschlossen.

Der Umsatz des führenden Anbieters von Markenprodukten für Kabel- und Verbindungstechnik stieg um 1,5 Prozent auf rund 860 Millionen Euro (Vorjahr: 847 Millionen Euro). Ohne den Rückgang der Kupferpreise mit minus acht Prozent im Jahresdurchschnitt wäre das Wachstum höher ausgefallen, da der aktuelle Preis eines Kabels immer auf Kupferbasis berechnet wird.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 54,3 Millionen Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Millionen Euro vermindert. Zu beachten ist jedoch ein hierin enthaltener Kupfereffekt von rund 7 Millionen Euro. Trotzdem wurden die Nettobankverbindlichkeiten vollständig abgelöst. Wie bereits in den Vorjahren weist das Unternehmen ein Bankguthaben aus. Parallel erhöhte sich die Eigenkapitalquote des Familienunternehmens auf 54 Prozent (Vorjahr 50 Prozent).

Deutliche Steigerung der Investitionen

Die Lapp Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011/2012 ihre Investitionen gesteigert und stellt damit die Weichen für weiteres Wachstum. So stiegen die Investitionen auf 33 Millionen Euro (Vorjahr 21 Mio. Euro). Dabei wurden die größten Investitionen am Standort Deutschland getätigt. So schlug der Innenausbau des neuen automatisierten Dienstleistungs- und Logistikzentrums in Ludwigsburg mit rund 16 Millionen Euro zu Buche. Das hochmoderne Warenlager (Gesamtinvestition: 48 Millionen Euro) ging vergangenen Herbst in Betrieb und soll Mitte dieses Jahres offiziell eröffnet werden. Hinzu kommen der Aufbau eines zweiten Produktionswerkes im indischen Bhopal sowie der Ausbau der Produktionskapazitäten an bestehenden Standorten wie bei der Contact GmbH in Stuttgart, bei Camuna Cavi in Italien oder bei Lapp Cable Works in den USA.