70 Jahre Harting-Unternehmensgeschichte Mit Tradition in die Zukunft

Philip F. W. Harting, Vorstand Connectivity & Networks und persönlich haftender Gesellschafter, Dietmar Harting, Vorstandsvorsitzender und persönlich haftender Gesellschafter, Margrit Harting, Geschäftsführende Gesellschafterin, und Maresa Harting-Hertz, Vorstand Finanzen und Einkauf und persönlich haftende Gesellschafterin, leiten in der zweiten und dritten Generation die HARTING Technologiegruppe (von links nach rechts).
Philip F. W. Harting, Vorstand Connectivity & Networks und persönlich haftender Gesellschafter, Dietmar Harting, Vorstandsvorsitzender und persönlich haftender Gesellschafter, Margrit Harting, Geschäftsführende Gesellschafterin, und Maresa Harting-Hertz, Vorstand Finanzen und Einkauf und persönlich haftende Gesellschafterin, leiten in der zweiten und dritten Generation die Harting-Technologiegruppe (von links nach rechts).

Begonnen hat die Harting-Geschichte wenige Monate nach Kriegsende, und am 1. September nun jährt sich der Gründungstag des Familienunternehmens zum 70. Mal. Die Erfolgsgeschichte wird sich fortsetzen, denn der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (30. September) um stolze 13 % auf 547 Mio. €. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich auf rund 4200.

In der 100 m2 großen Halle einer Mindener Reparaturwerkstatt eröffneten Wilhelm und Marie Harting am 1. September 1945 die Firma „Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten“. Der gelernte Ingenieur hatte in Berlin einen Betrieb der Luftfahrtindustrie geleitet und wagte nach einer abenteuerlichen Flucht in seiner Heimat den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Gefertigt wurden zunächst Dinge des täglichen Bedarfs, wie Sparlampen, Kochplatten, Bügel- und Waffeleisen. Ehefrau Marie lieferte die Produkte mit dem Rad in der Umgebung aus. Bezahlt wurde mit Lebensmitteln.

Bereits 1947 war Harting auf der ersten Hannover Messe präsent. Die Firma wuchs rasant und benötigte mehr Platz. 1950 folgte der Umzug in die benachbarte, aufblühende Flüchtlingssiedlung Espelkamp, doch 1962 starb plötzlich Wilhelm Harting. Mit stetig neuen und innovativen Produkten wie Musikboxen, elektromedizinischen Geräten, Zigarettenautomaten, Magneten und Steckverbindern hatte das Unternehmen jährlich seinen Umsatz steigern können. Marie Harting trat das Erbe ihres Mannes an und führte das Unternehmen bis zum Einstieg ihres Sohnes Dietmar 1967 allein weiter. Ab 1969 verstärkte der zweite Sohn Jürgen die Geschäftsführung. Dieser kam bei einem tragischen Unfall 1973 im Alter von 32 Jahren ums Leben.

Bis 1987 standen Marie (sie starb 1989) und Dietmar Harting gemeinsam an der Spitze des kontinuierlich expandierenden Mittelständlers, der Ende der 1970er Jahre mit der Internationalisierung beginnt. Im März 1987 wurde Margrit Harting Geschäftsführende Gesellschafterin. Mehr als ein Vierteljahrhundert leitet das Paar die Technologiegruppe, die auf dem Weg zu einem Weltunternehmen ist. Heute arbeiten Margrit und Dietmar Harting mit Ihren Kindern, Philip F. W. Harting (Vorstand Connectivity & Networks und persönlich haftender Gesellschafter) und Maresa Harting-Hertz (Vorstand Finanzen und Einkauf und persönlich haftende Gesellschafterin), sehr eng zusammen. Die dritte Generation übernimmt mehr und mehr Verantwortung. Ende 2013 wurden die Geschwister persönlich haftende Gesellschafter.

Mit zwöf Produktionsstätten und 42 Vertriebsgesellschaften ist Harting auf allen Kontinenten vertreten. In wenigen Wochen wird erstmals ein Fertigungsbetrieb in Mittelamerika eröffnet. Im mexikanischen Silao werden dann kleine Schaltschränke, umspritzte Kabel und Kabelbäume produziert. „Dieses Werk ist der richtige Schritt, um unsere Marktposition in Nord- und Mittelamerika auszubauen“, so Philip F. W. Harting.