Pinstrip-Steckverbinder Kaum größer als eine Leiterplattenklemme

Einfache, kostengünstige Steckverbindungen mit Pinstrip-Stiftleisten.
Einfache, kostengünstige Steckverbindungen mit Pinstrip-Stiftleisten.

Anders als bei industriellen Applikationen sind in der Gebäudeautomation weder starke Verschmutzungen noch Vibrationen zu erwarten. Dies eröffnet Chancen für einfach gestaltete Steckverbindungen mit Pinstrip-Stiftleisten, wie sie die Firma Phoenix Contact liefert.

Moderne Gebäude verfügen über eine Vielzahl elektronischer Geräte. Klima- und Heizungssteuerungen, Sicherheits- und Kommunikationssysteme, Beleuchtungen und zahlreiche weitere Komponenten sorgen für Komfort in den eigenen vier Wänden. Durch die Kommunikation dieser Geräte untereinander wird aus einem Gebäude ein „Smart Home“. Der kompakte Aufbau der Geräte stellt hohe Anforderungen an die eingesetzte Anschlusstechnik; eine effiziente Lösung bieten hier sogenannte Pinstrip-Steckverbinder (Bild 1).

Jede Applikation stellt andere Anforderungen an die Anschlusstechnik. Wer da mit Kanonen auf Spatzen schießt, wird sein Ziel wahrscheinlich erreichen; effizient ist dies aber keinesfalls. So gibt es auch im Bereich der Leiterplatten-Anschlusstechnik zahlreiche Varianten, die je nach Anwendungsfall den Anforderungen entsprechen oder diese sogar übertreffen. Ein Steckverbinder, der zum Beispiel den Sicherheitsanforderungen in einem Kraftwerk genügt, ist für den Anschluss einer Jalousie-Steuerung überdimensioniert.

Anschlusstechnik für Smart-Home-Applikationen

Bei der Leiterplatten-Anschlusstechnik für Smart-Home-Applikationen kommt es auf ein kostenoptimiertes Design sowie auf anforderungsgerechte Funktionen an. Aufwändige Klemmen und Stecker bilden dabei eher die Ausnahme. Dies wird besonders bei steckbaren Lösungen deutlich – hier sind Steckverbinder mit Pinstrip-Stiftleisten am Markt etabliert. Im Gegensatz zu klassischen, umschlossenen Stiftleisten, den sogenannten Grundleisten, sind Pinstrips so einfach gestaltet, dass ein Einsatz auch in preiskritischen und semi-industriellen Anwendungen möglich ist. Ein auf den ersten Blick simpler Kunststoffstreifen hält die Metallstifte der Pinstrips sicher in Position. Eine Stiftseite wird auf der Leiterplatte verlötet, die andere Seite dient zur Kontaktierung der Stecker.

Breites Portfolio für unterschiedliche Anwendungen

Der einfache Aufbau der Pinstrips erlaubt ein äußerst kompaktes Design der Steckverbindung. Der Leiterplattenanschluss ist steckbar, gleichzeitig aber auch nicht viel größer als eine vergleichbare Leiterplattenklemme (Bild 2).

Das Produktprogramm von Phoenix Contact umfasst eine große Auswahl verschiedener Pinstrips und zugehöriger Stecker in den marktüblichen Rastern 3,5 mm und 5 mm. Die Stiftleisten stehen in Ausführungen für das Wellenlöten oder für Reflow-Lötprozesse zur Verfügung.

Die optionale Tape-on-Reel-Verpackung ermöglicht die Integration in automatisierte Verarbeitungsprozesse. Die Stiftleisten sind mit sogenannten „Pick&Place Pads“ ausgestattet, welche die automatisierte Entnahme (Pick) und die automatisierte Positionierung auf der Platine (Place) mittels Standard-Vakuumpipetten ermöglichen (Bild 3). Neben geraden Stiftleisten bietet der Hersteller auch gewinkelte Varianten sowie Ausführungen mit farbigen Kunststoffstreifen und unterschiedlichen Stiftlängen an; damit wird eine große Zahl unterschiedlicher Applikationen abgedeckt.

Das Produktprogramm umfasst auch die zu diesen Stiftleisten passenden Stecker: klassische Schraubstecker mit verschiedenen Steck- und Anschlussrichtungen sowie Federkraftvarianten mit Ein- oder Doppelleiteranschluss. Dank des umfassenden Programms steht Leiterplatten-Designern ein umfangreicher Baukasten an Anschlusslösungen für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung.