Steckverbinderhersteller auf Kurs Richtung Automobilsektor Harting sieht sich für den Automobilbereich gerüstet

Marco Grinblats, Leiter des Geschäftsfeldes E-Mobility innerhalb der Harting Automotive GmbH, gibt einen Ausblick auf den Ausbau von Hartings Geschäft im Automobilsektor.
Marco Grinblats, Leiter des Geschäftsfeldes E-Mobility innerhalb der Harting Automotive GmbH, gibt einen Ausblick auf den Ausbau von Hartings Geschäft im Automobilsektor.

Innerhalb der nächsten Jahre will Harting sein Geschäft mit Komponenten für Elektroautos ausbauen. Der Geschäftsbereich E-Mobility wurde als Wachstumstreiber für die Technologiegruppe identifiziert.

Das ostwestfälische Familienunternehmen Harting ist für die Entwicklung und Produktion industrietauglicher Steckverbinder bekannt. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet das Unternehmen knapp 570 Mio. Euro und beschäftigt aktuell mehr als 4200 Mitarbeiter. Weniger bekannt ist, dass davon knapp 400 in der Harting Automotive GmbH beschäftigt sind. Mit dem Verkauf von Kontaktsystemen, elektromagnetischen Aktoren sowie Ladekabeln- und Steckern an Automobilhersteller und –zulieferer fährt die Gesellschaft gut sieben Prozent des Gesamtumsatzes der Harting Technologiegruppe ein.

Marco Grinblats, Leiter des Geschäftsbereichs E-Mobility der Harting Automotive GmbH, erwartet, dass sein Verantwortungsbereich innerhalb der nächsten Jahre zum Wachstumstreiber für Harting wird. Als Fokusmärkte nennt er Deutschland, Frankreich, Skandinavien und China. "Wir von Harting sind hier sehr optimistisch, was die Zahl der E-Fahrzeuge angeht", erklärte er Vertretern der Fachpresse Ende Januar. Ein Grund für den Optimismus ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu haben. Und das soll Hartings Geschäft mit Ladekabeln- und Steckern ankurbeln. Insgesamt sieht Grinblats Harting hier gut aufgestellt. Man habe sich mit weltweiten Zulassungen für Ladestecker (Typ-1, Typ-2) global ausgerichtet, decke den Ladeleistungsbereich zwischen 3,6 bis 22 kW ab und unterhalte ein eigenes akkreditiertes Prüflabor.

Für das Jahr 2016 kündigte Grinblats die Inbetriebnahme eines neuen Produktionswerks für den Bereich E-Mobilität an sowie die Markteinführung weiterer Ladestecker und –Kabel. Darunter wird ein 200 kW DC-Schnellladestecker (Combo 2, 200 A, 1000V) mit optionaler Luftkühlung sein, so Grinblat, den es in dieser Art auf dem Markt noch nicht gäbe, von OEMs aber schon länger gefordert werde. Auf der Hannover Messe Industrie (HMI) werde dieser Stecker "auf jeden Fall" präsentiert.