Elektronische Komponenten Drei Prozent Wachstum als Prognose

Der deutsche Markt für elektronische Komponenten wies im Jahr 2013 einen Anstieg um knapp drei Prozent auf gut 17 Milliarden Euro auf, so die Einschätzung der Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems. Für das laufende Jahr 2014 geht man von gut drei Prozent Wachstum auf einen Umsatz von 17,6 Milliarden Euro aus.

„Der Markt für elektronische Komponenten wird im laufenden Jahr wieder an Dynamik gewinnen“, prognostiziert Kurt Sievers, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands. „Risiken bergen allerdings die Krisenherde im Nahen Osten und die anhaltende europäische Schuldenkrise.“ Die positive Marktentwicklung wird im Wesentlichen getragen von der anziehenden Nachfrage nach Halbleiterbauelementen, die mit einem Anteil von über 60 Prozent den Gesamtmarkt dominieren.

Eine ähnliche Wachstumsrate wie der deutsche Markt zeigt der Weltmarkt für elektronische Komponenten im laufenden Jahr. Er wird um gut drei Prozent auf ca. 474 Milliarden US-Dollar steigen. Auch der europäische Markt wird um gut zwei Prozent auf einen Umsatz von ca. 60 Milliarden US-Dollar wachsen. Am besten entwickelte sich die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von ca. sieben Prozent im Jahr 2013, so die Einschätzung der Experten im ZVEI. Deutsche Unternehmen sind insbesondere als Zulieferer der fernöstlichen Automobilindustrie erfolgreich.

Im Jahr 2014 wird der Weltmarkt für elektronische Bauelemente um fünf Prozent auf 497 Milliarden US-Dollar zulegen, so die Erwartung. Der europäische Markt wird mit gut drei Prozent Wachstum einen Umsatz von rund 62 Milliarden US-Dollar erreichen und damit die 2012er Schwächeperiode in Europa (minus neun Prozent) hinter sich lassen. Der Markt in der Region Asien/Pazifik wird mit einem Plus von gut sechs Prozent erneut überdurchschnittlich wachsen, gefolgt von Nordamerika mit einem Plus von 3,5 Prozent und Japan mit einem Plus von gut drei Prozent.

 

Alle Inlandsmärkte mit solidem Wachstum im laufenden Jahr

Die Schwächephase der deutschen Wirtschaft als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie der konjunkturellen Abschwächung der Weltwirtschaft dürfte zum großen Teil überwunden sein, so die Einschätzung. Für 2014 rechnet der ZVEI daher mit einem inländischen Marktwachstum bei elektronischen Komponenten um gut drei Prozent.

Komponenten für die Industrie-Elektronik mussten 2012 einen Rückgang um acht Prozent und für die Kfz-Elektronik um drei Prozent verkraften. 2013 konnte die rückläufige Nachfrage nach elektronischen Komponenten in diesen beiden anteilsstärksten Segmenten gestoppt werden. Im Jahr 2013 spiegelte das Wachstum von 4,3 Prozent der Industrie-Elektronik das starke Anziehen des klassischen Maschinenbaus. Auch der Bereich der regenerativen Energien scheint seine rückläufige Entwicklung überwunden zu haben. Für das laufende Jahr wird für die Industrie-Elektronik ein Plus von etwa fünf Prozent prognostiziert.

Die Kfz-Elektronik hat aufgrund global steigender Stückzahlen neu produzierter PKW im Jahr 2013 um knapp drei Prozent wachsen können. Für das laufende Jahr gehen die Marktexperten des ZVEI von einem weiteren Umsatzanstieg in diesem Segment um gut drei Prozent aus.