HF-Abschlusswiderstände Wissenswertes über Mikrowellenabschlüsse

Bild 1. Sendermodul im Test mit Abschlüssen als Antennenersatz.
Bild 1. Sendermodul im Test mit Abschlüssen als Antennenersatz.

HF- und Mikrowellen-Abschlusswiderstände verrichten sehr wichtige Aufgaben der Leistungsabsorption oder der Reflexions- bzw. Leitungsanpassung. Die folgenden Ausführungen geben einen Überblick über gängige HF- und Mikrowellenabschlüsse und beleuchten relevante Parameter.

Abschlusswiderstände, auch Terminations, Ersatzwiderstände oder (Dummy-) Loads genannt, absorbieren unerwünschte oder besser ungenutzte Energie in Elektronikschaltungen und wandeln diese in Wärme um. Bei hochfrequenten oder Mikrowellen-Übertragungen dienen sie zum Abschluss der HF-Antennenausgänge, die typischerweise eine Impedanz von 50 Ω oder bei Rundfunkübertragungen auch 75 Ω haben. Abschlusswiderstände werden auch als Blindlast oder Ersatzabschluss (engl. Dummy Load) in Hochleistungsanwendungen eingesetzt.

Applikationen für HF- und Mikrowellen-Abschlusswiderstände
Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Abschlüssen in HF- und Mikrowellenanwendungen. Einige typische werden im Folgenden dargestellt.

Testaufbauten und Messgeräteanwendungen

Hochlast-Abschlusswiderstände werden als Ersatzantennen verwendet, um Sendeanlagen zu testen (Bild 1). Die Impedanz der Abschlüsse kann auch abweichend, also nicht angepasst, gewählt werden, um ein kontrolliertes Fehlverhalten hervorzurufen. Dies ist insbesondere bei der Kalibrierung von Reflexionsmessgeräten nötig oder um vorweg verschiedene Szenarien zu überprüfen, die nach Installation im Betrieb auftreten können. Bei Sendeanlagen ist der Test mit einer Antenne durch die frequenzabhängige Impedanz nicht möglich; zudem würde durch die Antenne das Signal wirklich abgestrahlt und andere Frequenznutzer damit gestört werden.