Interview mit Graham Maggs von Mouser Mouser wächst und wächst

Graham Maggs, Marketing-Director EMEA bei Mouser, im Gespräch mit Elektronik-Chefredakteur Gerhard Stelzer im Münchner Mouser-Büro.
Graham Maggs, Marketing-Director EMEA bei Mouser, im Gespräch mit Elektronik-Chefredakteur Gerhard Stelzer im Münchner Mouser-Büro.

Die Elektronik-Distribution kann sich in diesem Jahr über außerordentlich gute Geschäfte freuen. Noch mehr freut sich der texanische Distributor Mouser, der in diesem Jahr in Europa ziemlich genau um ein Drittel wachsen konnte und sich für 2018 sehr sportliche Ziele gesetzt hat.

Seit Jahren wächst der in Mansfield/Texas ansässige Distributor Mouser schneller als der Markt. Das über die Mutter TTI zu Berkshire Hathaway gehörende Unternehmen hatte im vergangenen Jahr die 1-Mrd.-Dollar-Umsatzschwelle geknackt. Die Elektronik wollte von Graham Maggs, Marketing Director EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), wissen, wie sich Mouser in diesem Jahr entwickelt hat und was der Markt 2018 von dem Unternehmen erwarten darf.

Elektronik: Nach Angaben aus Ihrem aktuellen Firmenprofil bietet Mouser Electronics Halbleiter und andere elektronische Komponenten von mehr als 600 Herstellern an. Wie hat sich Ihre Line-Card im vergangenen Jahr entwickelt und welche Pläne haben Sie für 2018?

Graham Maggs: Mousers Line-Card hat sich weiterentwickelt, es gibt nicht viele große Hightech-Firmen, die wir heute nicht schon in unserem Portfolio haben. Was wir allerdings tun, ist, dass wir Unternehmen identifizieren und mit ihnen die Zusammenarbeit suchen, die die Technologien für heute und die Produkte für morgen anbieten. Es gibt da einige Firmen, die wir in unser Programm aufgenommen haben, die spezielle Lösungen auf bestimmten Gebieten anbieten, ob es sich nun um Boards und Software oder Funkmodule und IoT-Plattformen handelt. Also ich denke, wir haben dieses Jahr so zwölf bis 14 neue Hersteller ins Programm genommen. Diese Unternehmen sind außergewöhnlich. Bringen Sie einen Umsatz wie unsere größten Partner Texas Instruments und Analog Devices? Freilich nicht. Heute nicht. Aber mit diesen Unternehmen können wir unseren Kunden, den Besuchern auf unserer Website, Auswahl bieten und sicherstellen, dass sie immer Zugriff auf modernste Technologien und Applikationen haben.

Elektronik: Und wie sieht es konkret 2018 aus?

Maggs: Darüber kann ich noch nicht sprechen. Nur so viel: Wir haben ein Team im Headquarter in Mansfield/Texas, das sich um die Weiterentwicklung der Line-Card kümmert, mit Unterstützung von uns in EMEA und Kollegen in Asien/Pazifik. So stellen wir sicher, dass die Belange unserer Kunden hier in EMEA auch berücksichtigt werden. Derzeit haben wir in Mansfield Anfragen von über hundert Firmen vorliegen, die unsere Unterstützung im globalen Vertrieb suchen. Wir sind gerade bei der Bewertung, ob deren Technologien und Produkte neu sind und sich von dem unterscheiden, was wir bereits anbieten. Wir schauen nicht, dass wir zehn oder 20 IoT-Sensor-Lieferanten haben, sondern wir schauen darauf, ob sie sich unterscheiden und dem Kunden Auswahl bieten.