Deutsche Bauelemente-Distribution Leicht positiv ins Jahr 2015 gestartet

Deutsche Bauelemente-Distribution startet leicht positiv ins Jahr 2015
Deutsche Bauelemente-Distribution startet leicht positiv ins Jahr 2015

Die deutsche Bauelemente-Distribution beginnt das Jahr 2015 mit einem leichten Wachstum. Der Umsatz der beim FBDi gemeldeten Unternehmen in Deutschland stieg um 3,4 % auf 783 Millionen Euro. Bei den Aufträgen verzeichnete der FBDi ein Plus von knapp 2 % auf 792 Millionen Euro. Damit lag das Wachstum in Deutschland deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, der im ersten Quartal zweistellig war.

Georg Steinberger, Vorstandsvorsitzender des FBDi: „Der Verfall des Euro gegenüber dem US-Dollar oder dem britischen Pfund betrug im Verlauf eines Jahres fast 20 %. In Deutschland oder Italien, wo der Großteil des Geschäfts in Euro verbucht wird, waren deshalb die Wachstumsraten eher normal, während Skandinavien, Frankreich oder Osteuropa hoch zweistellig gewachsen sind. Dort laufen die Geschäfte meist in US-Dollar. Aufgrund der Wechselkursschwankungen sehen wir zudem zurzeit auf breiter Front signifikante Preiserhöhungen von den Bauelementeherstellern.“

Bei den Technologien sind die Verschiebungen marginal. Halbleiter wuchsen erneut überdurchschnittlich um 6,1 % auf 554 Millionen Euro, was einem Anteil am Gesamtmarkt von knapp 70 % entspricht. Die passiven Komponenten schrumpften um 3,4 % auf 110 Millionen Euro, dies repräsentiert einen Anteil von 14 %. Bei der Elektromechanik sieht es mit -3,7 % auf knapp 80 Millionen Euro ähnlich aus, der Anteil am Gesamtmarkt sank auf 10 %. Displays schrumpften um 6,9 % auf rund 21 Millionen Euro, knapp 3 % des Marktes, dafür wuchsen die Stromversorgungen (Batterien, Akkus und Wandler) um 23 % auf 19 Millionen Euro (2,5 % Anteil am Gesamtmarkt).

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Nach einem recht erfolgreichen Jahr 2014 verlief das erste Quartal eher verhalten. Die Halbleiter entwickelten sich normal angesichts der Währungssituation, warum jedoch die Passiven schwächelten, ist nach dem positiven Verlauf von 2014 kaum nachzuvollziehen. Elektromechanik und Displays setzten dagegen schlicht den eher schwachen Trend von 2014 fort.“ 

Für 2015 erwartet Steinberger ein gemischtes Bild: „Die Wechselkursschwankungen werden sich wohl im Jahresverlauf wieder ausgleichen. Zudem sieht das wirtschaftliche Bild in Europa nicht so schlecht aus – Mittel-, Nord- und Westeuropa sind stabil, Osteuropa wächst weiter, der Süden (Spanien und Italien) stabilisiert sich. Es sähe also nicht so schlecht aus, wäre da nicht die Dauerkrise um Griechenland und die Wachstumsschwäche von China, einem unserer wichtigsten Exportmärkte. Wir gehen jedoch von einem stabilen einstelligen Wachstum im Jahr 2015 aus.“