Elektronik-Distributor des Jahres Die Spitzenreiter der Distribution 2017

Bei der elften Leserwahl zum »Elektronik-Distributor des Jahres« verteilten die Elektronik-Leser überwiegend gute und sehr gute Noten. Die Spanne der Durchschnittsbewertungen nach dem Schulnotenprinzip reicht diesmal unter den Top Ten der Branche von 1,25 bis 2,02.

Die meisten Schüler würden sich über solche Zensuren freuen: Keine Note schlechter als eine gute 3 im Jahreszeugnis. Für die deutsche Elektronik-Distribution ist dies offenbar eine Selbstverständlichkeit, wie auch die Notenschnitte aus den vergangenen Jahren belegen. Überhaupt scheinen sie ihrer Aufgabe aus Sicht der Kunden hervorragend gewachsen zu sein. Denn in der Leserwahl der Elektronik und ihres Online-Portals elektronik.de konnten die Distributoren überwiegend Durchschnittsbewertungen von sehr gut (1) bis gut (2) erzielen.

Für die Leserwahl hatten wir die Distributoren im Vorfeld aufgefordert, sich zu registrieren und die Produktkategorien anzugeben, in denen sie sich dem Leservotum stellen möchten. Im Jubiläumsjahr 2016 hatten wir die Produktkategorien in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Bauelemente-Distribution e.V. (FBDi) überarbeitet und zwei neue Kategorien spendiert. Neben den drei bewährten Kategorien »aktive Bauelemente«, »passive Bauelemente«, »Elektromechanik« wurden die »Optoelektronik« und »Displays« separiert und zusätzlich die Kategorie »Embedded« eingeführt.

Anschließend waren die Leser an der Reihe, die teilnehmenden Distributoren nach – auch das war neu – sieben Kriterien im Schulnotenprinzip zu bewerten. Die Unterscheidung nach Musterstückzahlen und Volumina bei den bestehenden Kriterien Produktverfügbarkeit und Lieferservice, war eine Anregung aus dem FBDi-Umfeld. Die sieben Kriterien umfassen:

  • Produktportfolio
  • Produktverfügbarkeit/Muster
  • Produktverfügbarkeit/Volumen
  • Lieferservice/Muster
  • Lieferservice/Volumen
  • Technische Kompetenz/Support
  • Gesamteindruck

Während bei dem Kriterium »Produktportfolio« die Breite des Sortiments zu beurteilen ist, spielt bei der »Produktverfügbarkeit« nicht die Dicke eines Katalogs oder der  Umfang des Online-Shop-Angebots eine Rolle, sondern es geht darum, ob die bestellte Ware auch lieferbar ist und in welchem Umfang (Muster/Volumina). Beim »Lieferservice« stehen die angebotenen Liefermodalitäten und die Logistik (Muster/Volumina) zur Bewertung, dabei reicht das Spektrum von Expresslieferung bis zur Bevorratung von Bauteilen in Konsignationslagern.

Wie gut ist die technische  Beratung des Distributionskunden und wie gut kann der Distributor bei technischen  Problemen seine Kunden unterstützen? Genau diese Fähigkeiten stehen beim Kriterium »Technische Kompetenz/Support« im Mittelpunkt. Hier kommt es auf das Wissen und den Erfahrungsschatz der Applikationsingenieure bei den Distributoren an. In der Vergangenheit sind dort die Noten durchwegs einen Tick schlechter  ausgefallen als in den übrigen Disziplinen. In diesem Jahr bewegen sie sich auf  Augenhöhe, was auf eine Verbesserung schließen lässt. Schließlich gibt es noch das Kriterium Gesamteindruck, welches das Bauchgefühl des Kunden widerspiegelt. Diese subjektive Note soll die Zufriedenheit des Kunden mit seinem Lieferpartner insgesamt ausdrücken.

Die Leserwahl wurde ausschließlich online auf unserem Portal elektronik.de durchgeführt. Für eine hohe Aussagekraft der Leserwahl sorgten in diesem Jahr 3417 Teilnehmer, die ihre Stimmen abgaben. Besonders intensiv wurde in der Kategorie »Aktive Bauelemente« beurteilt. 69,6 Prozent aller Teilnehmer gaben hier ihre Stimme ab, gefolgt von »Passive Bauelemente« mit 31,0 Prozent.

Die »Elektromechanik« kam auf 23,1 Prozent, die »Optoelektronik« auf 20,6 Prozent, »Displays« auf 21,2 Prozent und »Embedded« auf 20,1 Prozent. Das bedeutet,
dass mehr als zwei Drittel der Teilnehmer einen Distributor für aktive Bauelemente beurteilt haben, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr 2016. Die Distributoren  passiver Bauelemente verloren 9,2 Prozentpunkte an Beurteilern und die  Elektromechanik 9,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Optoelektronik  hingegen legte um 3,1 Prozentpunkte zu und die Displays um 2,2 Prozentpunkte.