Conrad Business Supplies Der Conrad Marketplace entwickelt sich rasant weiter

Conrad Business Supplies hat sich zum Ziel gesetzt, sein Portfolio an Elektronikkomponenten, Endgeräten und Werkzeugen auszubauen. Ein eigener Marktplatz soll die Diversifizierung massiv unterstützen und zugleich die Plattform sein, bei der Elektronikanwender alles »aus einer Hand« finden.

Herr Ruban, als Sie 2013 von Farnell zu Conrad wechselten, hatten Sie damals schon klare Vorstellungen, mit welchen Stellschrauben Sie das Vertriebsunternehmen Conrad zukunftstauglich machen wollten?

Holger Ruban: Ziel war es, Produkt­lücken zu schließen und das Sortiment entsprechend auszubauen. Das alles haben wir mit dem neuen Conrad Marketplace vorangetrieben und verwirklicht. Der Marktplatz für unsere Business-Kunden entwickelt sich nun rasant weiter. Erst kürzlich haben wir das Sortiment innerhalb weniger Monate von 750.000 auf über eine Million Produkte erweitert. So treiben wir eine noch breitere Ausrichtung des Unternehmens voran und ermöglichen Kunden ein bequemes One-Stop-Shopping. Enorm wichtig ist auch das Thema E-Commerce. Unser B2B-Geschäft bauen wir weiterhin kontinuierlich aus – wir kümmern uns heute europaweit um unsere Geschäftskunden, und zwar verteilt über 17 Landesgesellschaften.

Parallel zu diesen Maßnahmen haben Sie bzw. die Geschäftsführung als Ganzes auch darauf geachtet, dass Sie in bestimmten Regionen innerhalb Europas deutlich mehr Präsenz zeigen. Ich denke da zum Beispiel an die Übernahme von SOS Electronic im Jahre 2013.

Ruban: Wie Sie sagen, wurde SOS Electronic bereits 2013 übernommen. Also in etwa zur selben Zeit, als ich zum Unternehmen kam. Die Übernahme machte in jedem Falle Sinn, da sich dieser Vertriebsspezialist schon damals ausschließlich um B2B-Kunden kümmerte. Der Fokus des Dienstleisters lag und liegt auch heute bei Kunden in Osteuropa, d.h. Ungarn, Polen, Rumänien, Tschechien und Slowakei. Der Betrieb existierte damals schon etwa 25 Jahre und unterhielt damit intensive Kontakte zu Firmen und Behörden, die wir mit einer eigenen Landesgesellschaft uns erst mühsam hätten aufbauen müssen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein gelang uns mit der Übernahme des Vertriebsspezialisten Rapid Electronics, die ihren Stammsitz in Colchester in der Grafschaft Essex, Großbritannien, hat. Der Betrieb konzentriert sich weitgehend auf Produkt­gruppen wie Kühl-Wärme-Management, Elektromechanik, Verbindungstechnik und Elektrowerkzeuge. Angesichts der Tatsache, dass Großbritannien mit dem Brexit eigene Wege geht, sind wir umso glücklicher darüber, dass wir mit Rapid bereits eine eigene Gesellschaft in diesem Wirtschaftsraum haben.