Relais für Smart Metering Cleveres Energiemanagement ist gefragt

Die Datenübermittlung für die in Smart-Grid-Lösungen benötigten Messeinrichtungen kann u.a. über das bereits verlegte Stromkabel erfolgen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Signalrelais, welche die Datenverbindung einschalten und über den Distributor Heilind bezogen werden können.

Mit dem laufenden Jahr hat – nach erheblichen Anlaufproblemen – auch in Deutschland zaghaft das digitale Zeitalter des Smart Metering in den Haushalten begonnen. Der in die Jahre gekommene elektromechanische Stromzähler (Ferraris-Zähler) soll künftig mehr oder weniger zügig durch digitale Messungen ersetzt werden. Den Energiekunden soll sich damit die Möglichkeit eröffnen, durch programmgesteuertes Einschalten der Verbraucher in Billigstromzeiten Geld zu sparen, und so die Netzbelastung besser auszugleichen. So wollen es zumindest die offiziellen Stellen – seit letztem September gibt das „Messstellenbetriebsgesetz“ (MsbG) einen Rechtsrahmen für Smart Metering in Smart Grids vor. Allerdings wird sich die Umstellung – recht zäh – noch Jahre hinziehen, und zwar bis 2032. Das Gesetz ist alles andere als festgefügt – vieles muss noch angepasst, zertifiziert und nachdefiniert werden. Das gilt im Übrigen auch für die Kommunikationseinheiten, die Smart Meter Gateways.

Stromtarife ändern sich stündlich

Die intelligente und kommunikationsfähige elektronische Messeinrichtung (Bild 1) informiert nicht nur den Verbraucher, wie viel Energie er verbraucht (Strom, Erdgas, Fernwärme oder Wasser), sondern auch den Netzbetreiber. Doch im Gegensatz zum bisherigen Drehstromzähler muss nicht mehr regelmäßig abgelesen werden. Vielmehr werden die Daten übers Internet ständig direkt an die jeweiligen Anbieter übermittelt. Das Verbrauchsverhalten lässt sich per Software analysieren und optimieren. Diese soll in einer weiteren Stufe Energieverbraucher im Haushalt erst dann einschalten, wenn die Energiepreise gerade günstig sind. Denn es ist heute schon abzusehen, dass die Preise, über den Tag und die Woche gesehen, stark gestaffelt sein und gegenüber heute in den Hauptverbrauchszeiten sehr stark ansteigen werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat für die Entwicklung der Geräte Schutzprofile definiert, die von den Herstellern eingehalten werden müssen. Sie sollen insbesondere den Datenschutz und die Datensicherheit gewährleisten. Das BSI erteilt auch Zertifikate für Geräte, die den Anforderungen entsprechen. Bislang gibt es noch kein zertifiziertes Messsystem. Solange aber nicht mindestens drei zertifizierte Geräte unterschiedlicher Hersteller auf dem Markt sind, kann der Einbau intelligenter Messsysteme nicht beginnen. Und so lange können Verbraucher stattdessen noch elektronische Stromzähler installiert bekommen, die dann acht Jahre in Betrieb bleiben dürfen. Darüber hinaus hängt der Einbau intelligenter Messsysteme von ihren Kosten ab; das Gesetz gibt maximal zulässige Entgelte an, die bis 2026 Bestand haben.

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