Strukturiert und bedarfsgemäß auswerten Social-Media-Analyse für KMUs

Ein Screenshot des neuen Social-Media-Analyse-Tools.
Ein Screenshot des neuen Social-Media-Analyse-Tools.

Sie möchten Online-Beiträge von Nutzern in sozialen Medien automatisiert auswerten? Wissenschaftler haben nun ein Analyse-Tool für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt, mit dem das möglich ist.

Internetnutzer ersetzen traditionelle Kommunikationsarten zunehmend durch die Verwendung von Social-Media-Plattformen. Dort tauschen sie auch Erfahrungen über Services, Leistungen und Produkte von Unternehmen aus.

Den Unternehmen steht dadurch eine Fülle an Informationen über Kundenmeinungen und -anforderungen zur Verfügung. Allerdings gestaltet sich eine strukturierte und bedarfsgerechte Analyse oft schwierig – selbst mit kommerziellen Software-Tools. Für die am Markt erhältlichen Softwarelösungen fallen außerdem häufig hohe Lizenzkosten an, die sich kleine und mittlere Unternehmen nicht leisten können. Auch sind die Software-Tools meist nicht in der Lage, branchenspezifische Fachausdrücke sinnvoll zu analysieren.

Auf diesen Problematiken aufbauend haben Wirtschaftsinformatiker an der Universität Regensburg nun mit UR Smart ein Social-Media-Analyse-Tool entwickelt. Das Tool analysiert Kunden-Posts in sozialen Meiden wie Facebook oder Twitter hinsichtlich ihrer Tonalität (positive, neutrale oder negative Aussagen) du stuft sie anschließend auf Basis vordefinierter Kategorien wie beispielsweise Produkt, Service, Marke oder Kampagne ein. Daneben generiert UR Smart Berichte, um Einblicke in die Meinungen und Bedürfnisse der Kunden zu liefern.

Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Susanne Leist und Dr. Florian Johannsen haben nun einen Prototyp des Analysetools vorgestellt. Für die technische Realisierung dieses Prototyps haben sie auf etablierte Verfahren zur Analyse schwach strukturierter bzw. unstrukturierter Textdaten zurückgegriffen, zum Beispiel auf Natural Language Processing, Text Mining, Web Mining und Information Retrieval.

Der Prototyp soll nun noch um weitere Funktionalitäten ergänzt werden, beispielsweise um die Analyse multimedialer Inhalte wie Fotos und Videos sowie die automatische Generierung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung betrieblicher Abläufe.