Fachkräfte für Smart Data Neun Thesen zur Arbeitswelt 4.0

Der Bedeutungszuwachs von Big Data sorgt für neue Anforderungen an den Arbeitsmarkt.
Der Bedeutungszuwachs von Big Data sorgt für neue Anforderungen an den Arbeitsmarkt.

Big Data verändert die Anforderungen an den Arbeitsmarkt und die Fähigkeiten der Fachkräfte. Die Kurzstudie »Fachkräfte für Smart Data: Neun Thesen zum Bedarf heute und morgen« vom FZI zeigt, welche Kompetenzen für die Arbeit in datengetriebenen Geschäftsmodellen besonders wichtig sein werden.

Big Data wird in den kommenden Jahren weiterhin deutlich an Bedeutung gewinnen. 2014 betrug der Umsatz mit Big-Data-Lösungen rund 18 Milliarden US-Dollar, doch bis 2026 soll er laut dem Expertennetzwerk Wikibon auf über 92 Milliarden US-Dollar wachsen. Der enorme Bedeutungszuwachs stellt zahlreiche Anforderungen an den Arbeitsmarkt und die Beschäftigten. Bereits heute werden in der Informations- und Kommunikationstechnik in Deutschland dringend Fachkräfte gesucht. Noch dazu verändern sich Kompetenzen und Fähigkeiten, die von den Mitarbeitern gefordert werden. Doch welche Kompetenzen sind derzeit im Umgang mit Big Data gefragt und welche Fähigkeiten spielen in Zukunft eine größere Rolle? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kurzstudie »Fachkräfte für Smart Data: Neun Thesen zum Bedarf heute und morgen«. Die Studie wurde von der Smart-Data-Begleitforschung vom Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut durchgeführt und im Rahmen des 10. Nationalen IT-Gipfels in Saarbrücken vorgestellt.

Die Studie zeigt, dass rechtliche Kompetenzen in Fragen des Datenschutzes und technische Fähigkeiten hinsichtlich neuer Datensicherheitskonzepte an Bedeutung gewinnen werden. Logik und Abstraktionsfähigkeit werden auch weiterhin im Umgang mit Big Data wichtiger sein als reines Technikwissen. Außerdem sieht Dr. Stefan Jähnichen, Leiter der Smart-Data-Begleitforschung die Interdisziplinarität als zentralen Punkt, denn die Wertschöpfung mit Hilfe von Big Data betrifft die gesamte Organisation und kennt nicht die Grenzen der IT-Abteilung.

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Neun Thesen zum Bedarf heute und morgen

Die Kurzstudie zeigt, dass Branchenwissen, Interdisziplinarität, Datenschutz- und Datensicherheitsexpertise künftig immer wichtiger werden.

Ein Expertenworkshop zum Thema »Fachkräfte für Smart Data«, der im Juni 2016 im Rahmen der Arbeitskreissitzung Big Data des Bitkom stattfand, war eine der Grundlagen für die Studie. Außerdem wurde eine Onlinebefragung durchgeführt, an der 43 ausgewählte Smart-Data-Experten teilnahmen. Befragt wurden Vertreter von Unternehmen und Institutionen unterschiedlicher Größe, wobei knapp die Hälfte der Unternehmen weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Drittel der Befragten ist in Unternehmen oder Organisationen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien tätig und etwa jeder zehnte in den Bereichen Gesundheit, Metall/Maschinen- und Fahrzeugbau und der Finanz- und Versicherungswirtschaft.