Anpassung an schwächelnden PC-Markt Intel wird 2014 mehr als 5.000 Arbeitsplätze abbauen

Einen Tag nach Vorstellung der aus Aktionärssicht enttäuschenden Jahresbilanz gab der Chip-Hersteller Intel bekannt, dass er in diesem Jahr 5 % der 107.000 Arbeitsplätze abbauen werde, um sich den Marktgegebenheiten anzupassen. In wieweit der Abbau deutsche Niederlassungen trifft, ist unklar.

Auf Grund des schwachen PC-Marktes im Jahr 2013 (-10 % verkaufte Geräte gegenüber 2012) erlebte der weltgrößte Chiphersteller Intel ein aus Aktionärssicht unerfreuliches Jahr: 1 % Umsatzrückgang und ein Gewinneinbruch um gleich 13 % enttäuschten die Anleger, der Aktienkurs stürzte nach Vorstellung der Jahresbilanz gleich um 2,6 % ab.

Intel reagierte umgehend mit einem Kostensenkungsprogramm: Nicht nur die Eröffnung von Fab 42 in Arizona wird verschoben (das Gebäude wurde fertiggebaut, jedoch nicht mit Equipment ausgestattet), sondern auch die Belegschaft wird getroffen: 5 % der Arbeitsplätze, d.h. mehr als 5.000 Mitarbeiter, werden bis Ende 2014 abgebaut.

Im Rahmen einer Telefonkonferenz musste CEO Brian Kranich einräumen, dass Intel vor 3 Jahren den Bedarf für PC-Prozessoren falsch, d.h. zu hoch, eingeschätzt habe.

Ein Intel-Sprecher bezeichnete den Personalabbau als "Anpassung unserer Ressourcen an die Marktanforderungen" - auch 2014 erwartet der Chip-Gigant kein nennenswertes Wachstum. So stellt Intel für das laufende erste Quartal gerade mal Erlöse von 12,8 Milliarden Dollar mit einer Schwankungsbreite von 500 Millionen in Aussicht. Im Gesamtjahr 2014 dürften die Umsätze laut CFO Stacy Smith in etwa das Niveau des vergangenen Jahres erreichen.