Stellenmarkt Ingenieure sind gefragt

Der Arbeitsmarkt für Ingenieure steigt weiter.
Der Arbeitsmarkt für Ingenieure steigt weiter.

Der Stellenmarkt für Ingenieure stellt sich momentan sehr positiv dar. Und das trotz oder wegen der Digitalisierung….

Zum dritten Mal in Folge hat sich nun die Nachfrage nach Ingenieuren im Vergleich zum Vorquartal erhöht. Mit vier Punkten fiel der Anstieg im ersten Quartal 2017 auf einen Indexwert von 98 vergleichsweise moderat aus. Insgesamt verläuft der Stellenmarkt für Ingenieure jedoch stabil und mit Tendenz nach oben. So kann man feststellen, dass die Digitalisierung bei den Ingenieuren jedenfalls bisher keine Arbeitsplätze kostet.

Stärker als im Durchschnitt gewachsen ist vor allem die Zahl der Stellenangebote für Verfahrensingenieure, nämlich um plus 15 Indexpunkte. Aufgrund der laufenden Digitalprojekte stieg auch der Bedarf an Projektleitern deutlich an, und zwar um plus 14 Indexpunkte. Gegen den allgemeinen Trend sank dagegen die Nachfrage nach hardwarenahen Software-Entwicklern (minus 10 Indexpunkte); hier ist eigentlich mit einem wachsender Mitarbeiterbedarf durch die zunehmende Digitalisierung zu rechnen. Konstant im Vergleich zum vierten Quartal 2016 blieb der Stellenmarkt für Konstrukteure, die aber zahlenmäßig weiterhin am häufigsten gesucht werden.

Ein Blick auf die wichtigsten Branchen für Ingenieure zeigt ebenfalls Ausreißer nach oben und unten. In der Medizintechnik stieg die Zahl der Stellenangebote um 26 Indexpunkte auf einen neuen Rekordwert von 156. Den Referenzwert von 100 bildet beim Hays-Fachkräfte-Index das erste Quartal 2011. Das heißt, im Vergleich zu damals hat sich die Nachfrage um mehr als die Hälfte erhöht.

Auch im Maschinenbau und in der Elektrotechnik entwickelte sich der Stellenmarkt im letzten Quartal positiv: Er stieg im Vergleich zum Vorquartal um jeweils 14 Indexpunkte an. Dagegen fragten die Ingenieurbüros deutlich weniger Ingenieure nach: Der Index sank hier im letzten Quartal um 12 Punkte.

Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der relevanten Stellenanzeigen in regionalen und überregionalen Tageszeitungen sowie den meistfrequentierten Online-Jobbörsen.