Digitalisierung als Trendsetter Human-Ressources-Prioritäten verändern sich

Die Digitalisierung verändert vieles, auch die Human-Ressources-Agenda.
Die Digitalisierung verändert vieles, auch die Human-Ressources-Agenda.

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass sich die HR-Prioritäten in den Unternehmen deutlich verschieben. So hat sich die Rangfolge der wichtigsten HR-Handlungsfelder 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert.

Im aktuellen HR-Report des Personaldienstleisters Hays steht nun die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen auf dem ersten Platz. 37 % der befragten Unternehmen gaben an, dass dieses Handlungsfeld eine hohe Priorität für sie einnimmt. Im Jahr 2015 kam die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen nur auf 27 % und belegte damit den fünften Rang.

Topthema Nummer 2 war 2016 die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Diesem Thema räumten 36 % der befragten Unternehmen eine hohe Bedeutung ein. 2015 waren es allerdings noch 41 %.

Auf der Rangliste nach oben geklettert ist hingegen die Vorbereitung der Mitarbeiter auf die digitale Transformation. Dieses Handlungsfeld stieg von Platz 8 im letztjährigen HR-Report auf Platz 3 im aktuellen Report, und zwar von 16 % auf 34 %.

Signifikant abgefallen sind die beiden Dauerbrenner-Themen Führung und Mitarbeiterbindung. Führung sank von 33 % auf 22 %, Mitarbeiterbindung von 38 % auf 30 %.

Die wichtigste Herausforderung bei der Gestaltung des digitalen Wandels sehen die Befragten im Managen der immer komplexer werdenden Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter (58 %). Als zweitwichtigste Herausforderung (53 %) wird bewertet, die bestehende Führungskultur an flexible Arbeitsmodelle anzupassen.

78 % der befragten Unternehmen sehen großen Handlungsbedarf darin, die Bereitschaft der Mitarbeiter zu fördern, sich aktiv auf Veränderungen einzulassen. Hier sind laut der Umfrage vor allem mentale Kompetenzen nötig, deren Vermittlung allerdings als schwierig betrachtet wird.

Für den HR-Report 2017 befragte das Institut für Beschäftigung und Employability IBE im Auftrag von Hays knapp 600 Unternehmen und Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Befragt wurden Geschäftsführer (12 %), HR-Führungskräfte (20 %), Fachbereichsleiter (45 %) sowie Mitarbeiter ohne Personalverantwortung (23 %) aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Der diesjährige Report-Schwerpunkt lautete »Kompetenzen für die digitale Welt«.