Lernlabor eröffnet Cybersicherheit für kritische Infrastrukturen

Cyber-Angriffe gehören zu den Schreckensszenarien der modernen Gesellschaft.
Cyber-Angriffe gehören zu den Schreckensszenarien der modernen Gesellschaft.

Wie lässt sich das Fachwissen in Unternehmen im Bereich IT-Sicherheit verbessern? Mit auf Cybersicherheit spezialisierten Lernlaboren geht die Fraunhofer-Gesellschaft diese Herausforderung an.

Das »Lernlabor Cybersicherheit für kritische Infrastrukturen« ist Teil eines bundesweiten Programms der Fraunhofer-Gesellschaft zur Weiterbildung bezüglich Cybersicherheit.  In Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz sollen dort Verfahren und Techniken für die IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen erforscht werden. Außerdem sollen Komponenten und Software-Module für den Schutz solcher Anlagen entwickelt werden. Die Forscher simulieren dabei Cyber-Attacken und suchen nach Schwachstellen. Forschungsziel ist es, Cyber-Attacken schnell erkennen und derartige Angreife verhindern zu können.

Mit dem Lernlabor Cybersicherheit wird eine weitere wesentliche Absicht verfolgt: das vorhandene Know-how soll an Unternehmen und Behörden weitergegeben werden, um eine schnelle Umsetzung zu ermöglichen. Das Ziel ist es also, ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm für Sicherheitsverantwortliche, IT-Manager als auch Anwender zu schaffen.

Dabei wird einerseits Wert auf die Sensibilisierung für das Thema Cybersicherheit gelegt. Andererseits können die Teilnehmer praktische Verfahren kennenlernen, mit denen sich Hackerangriffe abwehren lassen.
Geleitet wird das Lernlabor am Standort Görlitz von Prof. Dr. Jörg Lässig von der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Zittau/Görlitz. Zu diesem Zweck wurde eine Fraunhofer-Gruppe zum Thema IT-Sicherheit für kritische Infrastrukturen neu aufgebaut.

Das Lernlabor in Görlitz ist eines von sechs Lernlaboren Cybersicherheit, die die Fraunhofer-Gesellschaft derzeit an verschiedenen Standorten in Deutschland eröffnet. Die Organisation und Steuerung der Lernlabore obliegt der Fraunhofer Academy.
Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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