Elektronik-Zeitreise Zugauskunft automatisch gegeben

Die erste automatische Fahrplanauskunft wurde 1965 vorgestellt.
Die erste automatische Fahrplanauskunft wurde 1965 vorgestellt.

Im Jahr 1965 präsentierte die deutsche Bahn den ersten Automaten, der über Abfahrts- und Ankunftszeiten Auskunft geben konnte. Allerdings handelte es sich nur um einen einzigen Automaten an einem einzigen Bahnhof.

Zur internationalen Verkehrsausstellung 1965 in München wird die Deutsche Bundesbahn ihren ersten, zusammen mit Siemens entwickelten Fahrplan-Auskunftautomaten der Öffentlichkeit vorstellen.

Mit einer Wählscheibe wie beim Telefon gibt man dem Automaten mit einer dreistelligen Zahl das gewünschte Reiseziel ein und bestimmt durch Druck einer entsprechenden Taste zusätzlich die Tageszeit, zu der man abzureisen wünscht. In Sekundenschnelle besorgt der Automat aus seinem in Frankfurt (Main) stationierten Elektronenrechner sämtliche Angaben und druckt sie auf ein Formular.

Spätestens nach dreißig Sekunden hat man sämtliche in Frage kommenden Verbindungen mit allen Einzelheiten schwarz auf weiß in der Hand. Das Gerät wird später im Frankfurter Hauptbahnhof als stummer Auskunftsbeamter tätig sein. Es ist für insgesamt 4.000 Zugverbindungen nach 400 wichtigen Bahnhöfen des Bundesgebietes und nach größeren Zentralen des Auslandes programmiert.