B+R Entwicklungssoftware Webbasierte Visualisierung in der Industrie

Nach der Visualisierung kommt die webbasierte Visualisierung - möglichst ohne Mehrbelastung für den Anlagentechniker.
Nach der Visualisierung kommt die webbasierte Visualisierung - möglichst ohne Mehrbelastung für den Anlagentechniker.

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives präsentierte sich der österreichische Hersteller von Automatisierungstechnik im Anlagen und Maschinenbaubereich B+R von seiner Software-Seite. Wie man am Stand verriet, sieht man die webbasierte Visualisierung als den wichtigsten Trend in der Automatisierung an.

Hatte man sich bisher der Umsetzung des Wunsches gewidmet, Produktionsdaten überhaupt zu erheben und als grafische Informationen für das Bedienpersonal schnell erfassbar darzustellen, soll die Visualisierung technisch nun über Webstandards laufen. Die Gründe liegen in der Langlebigkeit dieser Standards im Vergleich zu proprietären Varianten und in der weitreichenden Kompatibilität. Grafische Daten können webbasiert auf verschiedenen Ausgabegeräten gut dargestellt werden (Responsive Webdesign) und werden von den meisten Webbrowsern problemlos dargestellt.

Die Forderung nach webbasierter Visualisierung bedeutet aber auch, dass sich der Entwickler oder Anlagentechniker, der für die Visualisierung der Daten zuständig ist, mit den Programmiersprachen HTML5, CSS3 und Javascript auseinandersetzen muss. Bei B+R hat man sich an die Entwicklung einer Software gemacht, mit der das nicht nötig sein soll.

Mappview, so der Name der Software, ist vollständig in die hauseigene Entwicklungsumgebung Automation Studio integriert. Will der benutzer ein Fenster zur Visualisierung der Daten erstellen, ist für ihn die grafische Oberfläche von Automation Studio als Frontend sicht- und bedienbar. Dahinter liegt aber eine Softwareschicht, die auf den entsprechenden Web-Standards (HTML5, CSS3, Javascript) basiert. Der Benutzer kann damit ohne tiefere Programmierkenntnisse bei relativ geringem Aufwand die Erstellung einer Daten-Visualisierung vornehmen, die auf verschiedenen Gerätetypen und Browsern optimal dargestellt wird. Über eine OPC UA Software-Schnittstelle lassen sich auch Steuerungen von Fremdherstellern mit der Software koppeln und in die Visualisierung miteinbeziehen.