Maschinenbaukonjunktur Wachstum in Tippelschritten

Top-20-Exportmärkte des deutschen Maschinenbaus: Die starken Rückgang in Brasilien und China konnte durch das leichte Wachstum der EU-Staaten gerade noch aufgefangen werden.
Top-20-Exportmärkte des deutschen Maschinenbaus: Die starken Rückgang in Brasilien und China konnte durch das leichte Wachstum der EU-Staaten gerade noch aufgefangen werden.

Der Maschinenbau hat sich zwar recht bald wieder von der konjukturellen Delle 2008/2009 erholt, hat aber nie wieder das Niveau der Jahre davor erreicht.

Seit rund fünf Jahren ist der Auftragseingang im Maschinenbau fast konstant. Das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug nur 1%. Zwar gibt es immer wieder leichte Schwankungen, aber im Zeitraum Januar bis September 2016 legten die Bestellungen aus dem Inland und der EU leicht zu, dafür gingen die Aufträge aus dem Nicht-EU-Ausland zurück. Besonders stark – um ein Viertel – gingen die Ausfuhren nach Brasilien zurück. Auch die OPEC-Länder sind mit einem Rückgang von 13,8 Prozent starke Verlierer, ebenso wie Chine mit minus 12,3 Prozent. Dr. Ralph Wiechers, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft und Statistik beim VDMA, erwartet für 2017 eine stabile Geschäftslage mit einem Wachstum von 0,5 bis 1 Prozent.

Bei den Branchen, in die der VDMA den Maschinenbau unterteilt, steht die Automatisierungsindustrie mit einem Zuwachs von 7 Prozent am besten da. Bei den Anwendungen erziehlten Verfahrenstechnische Maschinen, Textilmaschinen, Aufzüge, Fahrtreppen und Bergbaumaschinen Wachstumsraten von mehr als 10 Prozent. Hingegen mussten Thermoprozesstechnik, Hütten- und Walzwerkseinrichtungen Einbußen von 20 Prozent und mehr hinnehmen.