Siemens Umsatz unter Vorjahresniveau

Neue Nachrichten aus dem Siemens-Konzern.
Neue Nachrichten aus dem Siemens-Konzern.

Weniger Umsatz als im Vorjahr, doch ein besserer Auftragseingang - das meldet Siemens für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Der Gewinn nach Steuern stieg auf knapp 1,1 Mrd. Euro.

Siemens gab am Mittwoch die vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2013 bekannt. Der berichtigte Umsatz lag mit 19,248 Mrd. Euro zwei Prozent unter dem Q3/2012. Aufgrund des höheren Volumens aus Großaufträgen stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 21,141 Mrd. Euro; der Auftragsbestand von Siemens erreichte mit 102 Mrd. Euro laut Unternehmen einen neuen Höchststand. Das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz betrug 1,10.

Belastungen aus dem Produktivitätsprogramm »Siemens 2014« von insgesamt 436 Mio. Euro im dritten Quartal waren vor allem der Grund dafür, dass das Ergebnis Summe Sektoren auf 1,261 Mrd. Euro zurückging. Mit 1,004 Mrd. Euro lag der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten unter dem Vorjahreswert (1,152 Mrd. Euro). Der Gewinn nach Steuern wuchs auf 1,098 Mrd. Euro an (Q3/2012: 770 Mio. Euro). Grund für das Wachstum liegt in erster Linie auf die nicht fortgeführten Aktivitäten, die einen Gewinn von 94 Mio. Euro verzeichneten. In der Vorjahresperiode standen an dieser Stelle 382 Mio. Euro Verlust gegenüber. Maßgeblich für diese Verbesserung war der positive Beitrag von Osram in Höhe von 42 Mio. Euro, im Vergleich zu den negativen 354 Mio. Euro im Q3/2012. Laut Siemens hatte der Vorjahreszeitraum einen negativen Nachholeffekt von 443 Mio. € (vor Steuern) enthalten, der daraus entstanden war, dass Siemens es nicht mehr als höchstwahrscheinlich erachtete, Osram wie ursprünglich geplant über eine Börseneinführung zu veräußern. Nach Ende des dritten Quartals war die Abspaltung und Börsennotierung von Osram abgeschlossen.

Bilder: 19

Siemens Quartalsbericht Q3/2013

Vorläufige Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2013

Infrastructure & Cities gewinnt bei den Sektoren

Ein Großauftrag aus Großbritannien sorgte für einen steigenden Auftragseingang im Sektor Infrastructure & Cities. Der Auftrag in Höhe von 3 Mrd. Euro umfasst Züge und deren Instandhaltung. Die restlichen Sektoren sind im Auftragseingang in etwa auf Vorjahresniveau. Dieser Großauftrag ist auch ein Grund für das starke Auftragswachstum in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten (Europa/GANO). Asien, Amerika und Australien lagen im Auftragseingang unter den Vorjahreswerten. Die Schwellenländer legten im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zu und trugen mit 7,096 Mrd. Euro (34 Prozent) zum gesamten Auftragseingang im Quartal bei.

Auch bei den Umsätzen hat der Sektor Infrastructure & Cities die Nase vorne, gemeinsam mit dem Sektor Healthcare. Beide lagen im Umsatz über den vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dadurch konnten die Umsatzrückgänge in den Sektoren Industry und Energy ausgeglichen werden. Umsatzstärkste Regionen waren Asien, Australien und Europa/GANO; Amerika verlor im Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Schwellenländer zulegen: Ihr Umsatz stieg um zwei Prozent auf 6,458 Mrd. Euro.

Die Ergebnisse der einzelnen Sektoren können Sie in der Bilderstrecke einsehen.