Industrie-Roboter Südkorea und China treiben das Wachstum

Nach Angaben des IFR Statistical Department wurden 2010 mit 115.000 ausgelieferten Industrie-Robotern fast doppelt so viel verkauft wie 2009. Die Prognose für das laufende Jahr liegt bei einem Wachstum zwischen 10 und 15 Prozent, in den drei darauf folgenden Jahren (2012 bis 2015) wird ein durchschnittliches Wachstum von 5 Prozent erwartet.

Allerdings unterschieden sich die Wachstumsraten der Roboterverkäufen in den Regionen Asien, USA und Europa deutlich. Während in Asien mit 67.000 Einheiten das zweithöchste Ergebnis und gegenüber 2001 ein Wachstum von 127 Prozent erreicht wurde, betrug die Wachstumsrate für Nord- und Südamerika 85 Prozent. Wegen der niedrigen Basis des Jahres 2009 aber entsprach dies einem Absolutwert von lediglich 17 000 Robotern. In Europa ermittelte das Statistical Department des IFR 30.000 verkaufte Roboter, 45 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Ländervergleich setzte sich Südkorea mit 23 000 Robotern an die Spitze, gefolgt von Japan mit 21.000 Einheiten. USA und Kanada brachten es gemeinsam auf eine Stückzahl von 16.000. China setzte sich mit der bemerkenswerten Wachstumsrate von 170 Prozent (das entspricht fast 15.000 Robotern) vor Deutschland, dort wurden 13.400 Einheiten abgesetzt.

Abnehmer waren nach Angaben des IFR in erster Linie die Automobilindustrie und die metallverarbeitende Industrie. Für die nächsten Jahre rechnet das IFR damit, dass aus Asien weiterhin die Wachstumsimpulse kommen, insbesondere die Automobilindustrie in China werde den Automatisierungsgrad steigern. Darüber hinaus sei aus der asiatischen Kunststoff- und Nahrungsmittel- und Elektronik-Industrie mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen.