iniNet SpiderPLC SPS mit dem Browser programmieren

SpiderPLC: FUP-Programmierung und Visualisierung durch Web-Server auf der Steuerung.
SpiderPLC: FUP-Programmierung und Visualisierung durch Web-Server auf der Steuerung.

Speicherprogrammierbare Steuerungen werden üblicherweise durch ein Projektierungssystem programmiert. Mit SpiderPLC gibt es eine Möglichkeit, das mit dem Browser zu erledigen.

Alles, was zur Programmierung nötig ist, ist ein HTML5-fähiger Browser und eine Steuerung, die mit der neuen SpiderPLC von iniNet ausgerüstet ist. Die SpiderPLC besteht aus einer SPS-Laufzeitumgebung, einem Web-Server sowie einer darauf integrierten Web-Applikation, welche die Funktionsplan-Programmierung der SPS sowie eines dazugehörigen Bedieninterface ermöglicht. Die gesamte, für die Programmierung und den Betrieb von einfachen SPS-Projekten notwendige Software ist auf der Steuerung abgelegt. 

Die Steuerung kann mit Spider PLC nur mit Funktionsplan-Diagrammen programmiert werden (ähnelt einem Logik-Schaltplan). Andere Programmiermethoden wie Anweisungsliste, Kontaktplan oder Ablaufsprache scheiden aus. Dafür sparen sich die Entwickler die Installation der Programmiersoftware auf dem PC. Dieser Vorteil kommt besonders dann zum Tragen, wenn ein Wartungstechniker an eine Anlage kommt, die mit einer neueren oder älteren Softwareversion programmiert wurde. Dann muss erst die richtige Version heruntergeladen und installiert werden. Natürlich sollte man auch das Original-Projekt der SPS mit dabei haben. Dann müssen die Parameter für den vorliegenden SPS-Typ korrekt konfiguriert werden, ebenfalls braucht es Parameter für die Online-Verbindung und das Debugging. All dies entfällt mit dem SpiderPLC-Konzept.

Debugger integriert

Mit einem einzigen Knopfdruck wird der Online-Debugger geöffnet, der alle Seiten des Programms anzeigt, die Live-Werte visualisiert und ggf. durch Eingabe von Hand ändert. In den Funktionsplan-Seiten können für Debugging-Zwecke Visualisierungselemente wie Buttons, Texte oder Editierfelder mit eingefügt werden, um den Prozess optimal testen zu können.

Neben der Funktionsplan-Programmierung gibt es auch einen HMI-Editor, der das Design von einfachen, HTML5-fähigen Visualisierungen ermöglicht. Das Bedienkonzept ist dabei genau gleich gehalten wie bei der Programmierung und es stehen umfangreiche Galerien mit HMI-Objekten zur Verfügung.

Gerätefunktion erweitern

Neben der Verwendung auf einfachen Low-Cost-Steuerungen eignet sich SpiderPLC vor allem auch zur Integration in bestehende elektronische Geräte, die neben der bereits vorhandenen Funktionalität noch mit einer Möglichkeit zur einfachen Programmierung erweitert werden sollen. Darunter fallen z.B. Systeme wie Datenlogger, Messgeräte, Regler, intelligente Sensoren, Antriebe, Gateways und vieles mehr. In solchen Fällen können einfache SPS-Programmierfunktionen die Flexibilität erheblich erweitern und damit kann das Produkt in einem breiteren Anwendungsfeld erfolgreich und effizient eingesetzt werden.

SpiderPLC kann sehr leicht auf ein bestehendes Gerät portiert werden. Die gesamte Funktionalität ist in einen Embedded-Web-Server integriert. Dieser ist auf allen gängigen Betriebssystemen wie Windows 7/8/10, Windows CE, Linux, Raspian oder Android verfügbar. Die Anbindung and die Firmware erfolgt über einen Datenserver-Modul, welches im Sourcecode geliefert wird. Der Datenserver implementiert und beschreibt die für den SpiderPLC-Prozess sichtbaren Variablen und I/Os und stellt ihm eine Schreib- und Lesefunktion zur Verfügung. Durch das portable und modulare Design kann SpiderPLC auch auf Microcontroller und Echtzeit-Betriebssysteme portiert werden.