Gefahrenleitsystem von Siemens Sicherer Überblick im Gefahrenfall

Brandschutz und Sicherheit in einem einzigen System. Die Software priorisiert Alarme automatisch und fasst sie zu Ereignissen zusammen.
Brandschutz und Sicherheit in einem einzigen System. Die Software priorisiert Alarme automatisch und fasst sie zu Ereignissen zusammen.

Bei einem Brand muss es schnell gehen: Trotz der Flut an Warnmeldungen muss das Sicherheitspersonal sofort die richtigen Entscheidungen treffen und darf nichts übersehen. Das Gefahrenleitsystem von Siemens kann helfen: Es schlägt nicht nur Alarm, sondern führt das Personal durch die Situation.

Im Gefahrenfall sind die Mitarbeiter der Leitstelle einer ganzen Flut an Alarmmeldungen ausgesetzt. Brennt es zum Beispiel in einer Produktionshalle, schlagen innerhalb kürzester Zeit bis zu 50 Brandmelder an. Der Bildschirm zeigt buchstäblich »rot«. Ist der Brand jedoch identifiziert und die Feuerwehr bereits vor Ort, brauchen Einsatzkräfte und Sicherheitsleute weitere Informationen: Sind alle Aufzüge im betreffenden Gebäude nach unten gefahren? Halten sich in der Gefahrenzone noch Menschen auf? Gibt es in der Umgebung des Brandherds kritische Anlagen wie Öltanks oder Transformatoren? Wie ist deren Zustand? Greift die Gefahr auf benachbarte Räume oder Gebäude über?

Solche Meldungen sind oft von unzähligen Alarmereignissen überdeckt und müssen zunächst aus der Flut der Ereignisse heraus gesucht werden. Noch dazu müssen die benachbarten Räume überprüft werden. Meist weiß nur erfahrenes Personal automatisch, wo sich Melder oder technische Sicherheitseinrichtung befinden. Unerfahrene Personen müssen sich dagegen die Information aus der für jeden Melder hinterlegten Grafik für den Raum oder das Stockwerk sowie aus den Gebäudeplänen heraussuchen. Dazu kommt, dass die Verlinkung zwischen Melder und Grafik beim Einrichten des Systems per Hand erledigt wird. Bei tausenden Meldern können da leicht Fehler passieren.

Doch all diese Fragen können mit dem Gefahrenleitsystem von Siemens leicht beantwortet werden. Mit Hilfe des Sicherheitssystems für Industriestandorte, Bürokomplexe oder ähnliche Einrichtungen können alle Beteiligten in Gefahrensituationen schnell und zuverlässig die richtigen Entscheidungen treffen. Ein 3-D-Datenmodell bildet die Grundlage des Systems Siveillance Viewpoint. Es stellt den gesamten zu schützenden Bereich dar. Zudem ist jede einzelne Komponente – zum Beispiel Brandmelder, Videokamera oder Zugangskontrolle – einem genauen Ort zugeordnet. Anhand der Information analysieren spezielle Algorithmen die Alarme, bringen sie in eine logische Struktur und zeigen sie der Situation entsprechend an.

Das 3D-Datenmodell kennt alle Melder

Siveillance Viewpoint kennt absolut zuverlässig den Ort jedes Melders und deren räumliche Beziehung zueinander. Beim Einrichten des Systems wird aus Gebäudeplänen, Grundrissen oder CAD-Daten ein 3-D-Modell des Areals erstellt. Anhand der sogenannten Melder-Liste werden anschließend alle Melder hinzugefügt und jeweils anhand ihrer GPS-Daten verortet.

Aus einem Ereignis entstandene Meldungen erhalten neben der üblichen Zeitinformation somit unmittelbar einen Ortsbezug und damit einen logischen Zusammenhang zu Gebäude-Technik und anderen Ereignissen. Die im System hinterlegten Algorithmen sind anhand des Modells in der Lage einfach und übersichtlich Zusammenhänge und Veränderungen darzustellen.

Siveillance Viewpoint kann zum Beispiel Melder automatisch zu räumlichen Gruppen kombinieren. Die unzähligen Alarme benachbarter Feuermelder verdichten sich so zu einem einzigen Alarm für den betroffenen Ort. Die zugrunde liegenden Einzelinformationen und Bedienvorgänge gehen dabei nicht verloren, sondern werden logisch dem Alarmereignis untergeordnet. Gleichzeitig können Sicherheitsleute und Einsatzkräfte mit wichtigen Informationen aus der Umgebung versorgt werden. Zum Beispiel mit Videobildern des betreffenden Areals, Meldungen der entsprechenden Aufzüge und Tore, Zustandsdaten von kritischen Installationen. Gibt es zufällig zur gleichen Zeit einen Alarm an einer ganz anderen Stelle, wird das aufgrund der Ortsinformation des Melders als zweites, neues Ereignis erkannt und deutlich erkennbar eingespielt. Damit leitet Siveillance Viewpoint alle Beteiligten sicher durch einen Gefahrenfall und es ist unwahrscheinlich, dass wichtige Ereignisse in einer Flut aus Meldungen untergehen.