NSA-Abhörskandal Russischer Geheimdienst setzt auf Schreibmaschinen

Der russische Geheimdienst holte bei Olympia ein Angebot für 20 dieser Schreibmaschinen und 500 Farbbänder ein.
Der russische Geheimdienst holte bei Olympia ein Angebot für 20 dieser Schreibmaschinen und 500 Farbbänder ein.

Analog gegen den NSA-Abhörskandal! Der russische Geheimdienst setzt daher auf elektrische Schreibmaschinen: Er holte bei Olympia ein Angebot über 20 Schreibmaschinen ein.

Es ist schon erstaunlich, welche Meldungen wir täglich in unserem Email-Postfach finden. Letzten Freitag war es eine Pressemitteilung über Schreibmaschinen. Besser gesagt: Über das Einholen eines Angebots für 20 elektrische Schreibmaschinen durch den russischen Geheimdienst. Zumindest auf den ersten Blick scheint diese Meldung in Zeiten von Smartphones, Tablet-PCs und einer vernetzten Welt kurios. In Verbindung mit dem NSA-Abhörskandal bekommt sie aber eine andere Bedeutung: Was mit einer Schreibmaschinen getippt wird, kann nicht abgehört werden.

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Schreibmaschinen für den Geheimdienst

Der russische Geheimdienst holte ein Angebot über 20 elektrische Olympia-Schreibmaschinen ein.

Natürlich bedient Olympia mit den Schreibmaschinen keinen Massenmarkt mehr. Laut Unternehmen werden in Deutschland jährlich rund 8.000 Exemplare verkauft. Der Preis für eine elektrische Schreibmaschinen liegt zwischen 199 und 699 Euro. Mit ihnen werden Vordrucke wie Formulare, Überweisungsträger oder Frachtpapiere ausgefüllt. Doch nicht nur dort erfreut sich die Schreibmaschinen äußester Beliebheit: Auch Blogger nutzen Schreibmaschinen - wahrscheinlich möchten sie nicht, dass die NSA schon vorab ihre Arbeit einsehen können.

Laut dem Schreibmaschinenhersteller Olympia holte der russische Geheimdienst ein Angebot für 20 elektrische Schreibmaschinen und 500 Farbbänder bei Olympia Business Systems Vertriebs GmbH ein. Vielleicht folgen in den nächsten Tagen und Wochen auch andere Geheimdienste dem Beispiel Russlands.