FDT Group Neue Spezifikation FDT 2.0 erhältlich

Ab sofort ist die Spezifikation FDT 2.0 verfügbar. Die erste technische Prüfung ist abgeschlossen und im Oktober soll der neue Standard endgültig freigegeben sein. Außerdem vermeldet die Organisation einen neuen Mitgliederrekord und das erste Zertifizierungs-Zentrum für Nordamerika.

Ab sofort ist die neue Spezifikation FDT 2.0 verfügbar. Die erste technische Prüfung ist abgeschlossen und bis Oktober dieses Jahres soll der Standard endgültig freigegeben werden. »Wir sind froh, diese wichtige Etappe in der Weiterntwicklung des FDT-Standards erreicht zu haben«, so Glenn Schulz, Geschäftsführer der Organisation.

FDT 2.0 ist Rückwärtskompatibel und soll in Sachen Geschwindigkeit und Leistung erheblich verbessert worden sein. Außerdem unterstützt der Standard eine vollständige Client/Server-Umgebung, setzt auf mehr Sicherheit und ist FDI-kompatibel. Des Weiteren gibt die Organisation mit FDTExpress eine integrierte Entwicklungsumgebung für Microsoft Visual Studios heraus. Für Ende 2011 werden erste mit dem Standard kompatible Komponenten erwartet.

Die ARC-Beratergruppe hat den neuen Standard bereits in der kürzlich veröffentlichten ARCView-Studie »FDT 2.0 Takes Flight« thamtisiert. Will Chin, Forschungsdirektor bei der ARC Advisory Group: »Die bemerkenswerte Ausdehnung des FDT-Standards in puncto Hersteller-Unterstützung und Endnutzer-Akzeptanz ist der Garant eines nachhaltigen Erfogs. Die zusätzlichen Möglichkeiten von FDT 2.0 machen diesen Standard zur idealen Plattform für Anwendungen der Prozess- und Fertigungsautomatisierung - ganz unabhängig von der eingesetzten Netzwerktechnik und der Art der Gerätekonfiguration.«

In einem gemeinsamen Projekt von der FDT Group mit der OPC Foundation soll nun auch eine standardmäßige Interoperabilität zwischen FDT 2.0 und der OPC Unified Architecture (UA) hergestellt werden. Mit einem Plug-in für den neuen Standard FDT 2.0 soll die Kommunikationsfähigkeit für den unternehmensweiten Datenaustausch über UA gewährleistet werden. Glenn Schulz: »Bei dieser Zusammenarbeit geht es ausschließlich um den Endanwender. Wenn die beiden vorherrschenden Industriestandards zusammengehen, um eine standardmäßige Interoperabilität zu entwickeln, profitiert der Endanwender in Form einer deutlich höheren Investitionsrendite bei der Nutzung offener Standards.«

Mitgliederzahl steigt weiter an

Die Mitgliederzahl der Organisation ist in den letzten sechs Monaten auf 88 Unternehmen gestiegen -- das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent. Vor allem in Asien erfreut sich die FDT-Group wachsender Beliebtheit: Kürzlich traten Mitsubishi Heavy Industries aus Japan und das Shanghai Institute of Process Automation Instrumentation in China der Organisation bei. In China steht der FDT-Standard kurz vor seiner Zulassung als offizielle Industrienorm. Für die kommenden zwei Jahre geht die Vereinigung weiter von wachsenden Mitgliederzahlen aus. Auch wird erwartet, dass die Anzahl der zertifizierten Produkte die 3000-Marke überschreiten wird.

Erstes Zertifizierungs-Zentrum in Amerika

Als erstes Test-Zentrum für FDT-Zertifizierungen in Amerika wurde das Sensory Integration and Technology Testing Center (SITT) am Lorain County Community College von Elyria, Ohio, akkreditiert. Das Institut wird neben seiner Beratertätigkeit im Bereich DTM-Analyse auch Test von in Entwicklung befindlichen Kommunikations-, Gateway- und Geräte-DTMs und DTM-Zertifizierungstest durchführen. Vom Wright Center for Sensor Systems Engineering (WCSSE) erhält das Institut eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 5,5 Mio. Dollar. WCSSE-Programm wird durch das Third Frontier Program des Bundesstaates Ohio finanziert, dass wiederum wirtschaftliche Ziele wie den Umstieg von traditionellen Industriezweigen auf wachstumsstärkre Märkte unterstützt.