Hochschule Hannover Modellfabrik für Industrie 4.0

Am 12. Januar weihte die Hochschule Hannover die Industrie-4.0-Modellfabrik ein. Die Modellfabrik soll den Studenten Zugriff auf ein reales System bieten und die Lehre weiter auf die Zukunft ausrichten.

In Zeiten von Industrie 4.0 und der zunehmenden Digitalisierung müssen Unternehmen sich weiterentwickeln, um auch weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Doch es reicht nicht aus, einfach nur seinen Betrieb zu vernetzten und die Automatisierung voran zu treiben: Ein modernes Unternehmen benötigt auch praxisnah ausgebildete akademische Fachkräfte, die mit den allen Aspekten der Industrie 4.0 umzugehen wissen.

Diese können Studenten der Hochschule Hannover in der neuen Modellfabrik nun kennenlernen. Für die Umsetzung des Projekts haben sich die Professoren Niemann und Imiela eingesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 600.000 Euro. Ein Teil davon konnte als Spende eingeworben werden.

»Hier in der Modellfabrik Industrie 4.0 wird modellhaft die Produktion von korrekt gefüllten Medikamentenschalen für ein Krankenhaus nachgebildet«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Joachim Imiela bei der Vorführung der Anlage. Von der Eingabe einer fiktiven Medikamentierung durch das medizinische Personal an einem Tablet-PC bis zur Abgabe des Medikaments an den Patienten oder die Patientin wird der komplette Prozess mit seinen Zwischenschritten digital realisiert.