Datenfunk als Medium für die M2M-Kommunikation M2M: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Drahtlose Techniken bieten sich für die Machine-to-Machine- Kommunikation (M2M) in vielen Fällen an. Welche von ihnen eignet sich aber für welche Anwendung am besten?

Bei der M2M-Kommunikation, also dem automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten und einer zentralen Leitstelle, spielt das Übertragungsmedium eine wichtige Rolle. Wo Kabelverbindungen für die Datenübertragung vorhanden sind, fällt die Wahl leicht. Bei Anwendungen, in denen keine Leitungen verlegt sind oder sich gar nicht verlegen lassen, liegt dagegen die Datenübertragung per Funk nahe. Typische Einsatzfelder sind die Überwachung abseits gelegener Anlagen wie Klärwerke, Windkraftanlagen oder Biomassekraftwerke, Verkaufsautomaten an dezentralen Stellen, die Verkehrsüberwachung, das Transportwesen oder das Flotten-Management. Das Angebot von Datenfunkstandards ist jedoch breit – einige generelle Kriterien können dabei helfen, den für die jeweilige Anwendung geeigneten Funkstandard zu ermitteln.

M2M: Wer die Wahl hat, hat die Qual

»Für die Wahl einer geeigneten drahtlosen Übertragungstechnik maßgeblich sind die benötigten Übertragungsgeschwindigkeiten und Reichweiten«, erläutert Daniel Maurice, Produktmanager Wireless Technologies bei Welotec. »Ebenfalls wichtig ist die Frage, ob die zu verbindenden Komponenten ortsfest oder mobil sind. Ob zwischen Sender und Empfänger eine Sichtverbindung bestehen kann, ist ein weiteres Kriterium. Darüber hinaus entscheiden auch die tolerierbare Übertragungsverzögerung und die gewünschte Zuverlässigkeit der Kommunikation darüber, welche Funktechnik für die jeweilige Anwendung geeignet ist.« Generell gelten laut Maurice für alle Funktechniken einige Faustregeln: Je geringer die Datenrate, desto größer die überbrückbare Entfernung und umgekehrt. Höhere Trägerfrequenzen benötigen direkte Sichtverbindung. Je niedriger eine Trägerfrequenz, desto besser eignet sie sich für den Einsatz bei beweglichen oder verdeckten Objekten. Welche konkrete Technik bietet sich nun für welche Anwendung an?