IMEC Technology Forum 2014: Kleinste hyperspektrale Kamera marktreif

Die neue 27 Gramm leichte hyperspektrale USB-3.0-Kamera von XIMEA mit IMEC-Bildsensorik misst nur 26,4x26,4x21,6 mm3 und deckt einen Spektralbereich von 470 bis 900 nm ab.
Die neue 27 Gramm leichte hyperspektrale USB-3.0-Kamera von XIMEA mit IMEC-Bildsensorik misst nur 26,4x26,4x21,6 mm3 und deckt einen Spektralbereich von 470 bis 900 nm ab.

Das flämische Nanoelektronik-Forschungsinstitut IMEC hat zusammen mit dem Industriepartner XIMEA eine ultrakompakte hyperspektrale Kamera auf den Markt gebracht. Die 27 Gramm leichte Kamera für Bildverarbeitungssysteme basiert auf dem hyperspektralen Bildsensor von IMEC.

Auf dem IMEC Technology Forum 2014 in Brüssel stellten das in Leuven ansässige IMEC und der Bildverarbeitungsspezialist XIMEA eine neue USB-3.0-Kamera mit einem Spektralbereich von 470 bis 900 nm vor. Die hyperspektrale Kamera basiert auf der XiQ-Familie und soll mit den Abmessungen von 26,4x26,4x21,6 mm3 die derzeit kleinste hyperspektrale Kamera auf dem Markt sein. Die Stromversorgung findet via USB statt. Teure und unförmige Frame-Grabber mit separaten Stromversorgungen lassen sich so ersetzen.

Durch den Einsatz von schmalbandigen, spektralen Filtern auf Pixelebene , die in einem Halbleiter-Dünnschicht-Prozess aufgebracht werden, lassen sich hyperspektrale Bildsensoren herstellen, die sich durch geringe Abmessungen, niedriges Gewicht, hohe Zuverlässigkeit und niedrige Herstellungskosten in der Serienfertigung auszeichnen. Derzeit gibt es drei verschiedene Standard-Typen von spektralen Bildsensoren: Ein 100-Band-Linescan-Design, ein 32-Band-Schnappschuß-Kachel-Design sowie ein neues Schnappschuß-Mosaik-Design mit 16 Bändern, angeordnet in einer Matrix mit 4x4 Filterelementen pro Pixel.

XIMEA erreichte die kompakte, würfelähnliche Bauform mit einer einfachen, planaren und starren Leiterplattenkonstruktion. Die XiQ-Kameras kommen mit 1,8 W aus, so dass keine thermischen Probleme entstehen. Ein ideales Anwendungsfeld für die winzige Kamera sind Drohnen und andere unbemannte Flugobjekte, die für landwirtschaftliche Zwecke Analysen aus der Luft durchführen können.